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Künstliche Intelligenz im Straßenverkehr: Wie die Technische Hochschule Ingolstadt mit innovativen Projekten für mehr Sicherheit und Effizienz sorgt

Künstliche Intelligenz verändert den Straßenverkehr – von automatisierten Fahrzeugen bis zu intelligenten Ampeln. Die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) setzt mit mehreren Projekten neue Impulse für mehr Sicherheit und Effizienz. Alle Hintergründe und Ergebnisse lest ihr hier.

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Rotlicht an einer Ampel Stefan Sauer/dpa

Künstliche Intelligenz spielt im Straßenverkehr eine immer größere Rolle. Die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) bündelt ihre Kompetenzen, um mit innovativen Forschungsprojekten die Sicherheit und Effizienz auf Bayerns Straßen zu erhöhen.

Forschungsimpuls „Beyond Validation AI“: Unsicherheiten in KI-Systemen erkennen

Im Fokus steht die Frage, wie Unsicherheiten in KI-Systemen systematisch erfasst und für das automatisierte Fahren genutzt werden können. Das interdisziplinäre Team vereint Fachwissen aus Bereichen wie Fahrzeugsicherheit, Mensch-Maschine-Interaktion und Kommunikationstechnik.

Das Ziel: Automatisierte Fahrzeuge sollen nicht nur wissen, was sie tun, sondern auch, wie sicher ihre Entscheidungen sind. Die Forschung schaut sich den ganzen Ablauf an – von der Erkennung der Umgebung über die Vorhersage, was um das Auto herum passiert, bis zum Planen, wie das Auto fahren soll und dem Überprüfen der Sicherheit.

Starke Infrastruktur und Förderung

Die THI nutzt für ihre Forschung die Infrastruktur des Fahrzeugsicherheitszentrums CARISSMA und des KI-Mobilitätsknotens AImotion Bavaria. Elf Professuren arbeiten gemeinsam an dem Projekt, das seit Januar 2026 läuft und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 6,1 Millionen Euro gefördert wird.

Intelligente Ampeln für mehr Sicherheit an Schulen

Ein weiteres Projekt der THI zeigt, wie moderne Sensorik und Künstliche Intelligenz den Alltag sicherer machen können: An der Grundschule Ringsee wurde ein intelligentes System zur Steuerung von Ampelanlagen entwickelt. Kameras, LiDAR-Technologie und Umweltsensoren liefern kontinuierlich Daten, die mithilfe von Sensorfusion zu einem präzisen Lagebild zusammengeführt werden.

Das System erkennt, wenn Personen – insbesondere Kinder – die Straße überqueren möchten, und passt die Ampelschaltung vorausschauend an. So werden kritische Situationen frühzeitig erkannt und die Sicherheit auf dem Schulweg erhöht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich durch diese Technologie sowohl die Sicherheit als auch der Verkehrsfluss verbessern lassen.

Forschung mit Praxisbezug und Zukunftspotenzial

Die Projekte der THI belegen, wie Forschung konkrete Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Straßenverkehr liefert. Die entwickelten Systeme bieten Potenzial für den Einsatz an weiteren Standorten, etwa an stark frequentierten Kreuzungen oder im Umfeld anderer Schulen und Kindergärten.