Linde-Schwertransport: rund 170 Tonnen schwere Anlagenteile auf dem Weg von Tacherting über Malching bis Bayernhafen Passau – Ziel Cape Canaveral, USA
Am 9. Juni 2026 rollt ein außergewöhnlicher Schwertransport durch Bayern: Zwei riesige Bauteile von Linde werden vom Werk in Schalchen bis zum Bayernhafen Passau gebracht. Die Strecke betrifft viele Orte und Straßen – es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen. Alle Infos zur Route, Technik und Bedeutung des Transports findet ihr hier.
Am 9. Juni 2026 startet ein außergewöhnlicher Schwertransport der Linde GmbH aus Oberbayern: Zwei riesige Bauteile werden vom Werk in Schalchen quer durch Bayern bis zum Bayernhafen Passau-Schalding gebracht. Die Strecke führt über zahlreiche Bundes- und Staatsstraßen und betrifft viele Orte entlang der Route.
Die Transporter sind mehr als 40 Meter lang und schwerer als 100 Autos – sie bringen zentrale Bauteile für eine Luftzerlegungsanlage, die später in Cape Canaveral in den USA, eingesetzt werden.
Wer auf der Strecke unterwegs ist, sollte mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Alle Details zur Route, Technik und Bedeutung des Transports findet ihr hier im Artikel.
Die Strecke durch Bayern
Der Transport beginnt am Dienstagmorgen (9. Juni) gegen 07:00 Uhr in Tacherting. Die Route führt über folgende Straßen und Orte:
- Werk Schalchen
- B299 Wiesmühl
- Garching
- Hart
- Hermannbräu
- Niederhofen
- Kirchweidach
- Hochöster
- Pirach
- B20 Burghausen
- Taubenbach
- ST2112 Simbach
- Hötzl
- B12 Ering
- Malching
- ST2110 Tutting
- B388 Schwaim
- Karpfham
- Kleeberg
- ST2118 Fürstenzell
- Jägerwirth
- Ratzing
- B8 Bayernhafen Passau
Der Konvoi bewegt sich auf den Bundesstraßen B299, B20, B12, B388 und B8 sowie auf den Staatsstraßen ST2112, ST2110 und ST2118.
Weil die Transporter eine Überlänge von fast 50 Metern haben und mehr als 160 Tonnen wiegen, sind sie sehr langsam unterwegs - mit maximal 30 km/h. Auf der Strecke kann es also zu Verzögerungen kommen und auch zu kurzfristigen Straßensperren, damit der etwa zwei Fahrstreifen breite Schwertransporter vorbeikommt. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, besonders aufmerksam zu sein und ausreichend Abstand zu halten.
Diese Fahrzeuge sind unterwegs
Einer der Schwerlasttransporter ist 48 Meter lang, 5,55 Meter breit und fast 7 Meter hoch und wiegt mit Ladung bis zu 179 Tonnen. Der zweite Transporter ist 46 Meter lang, 6,39 Meter breit und 6,19 Meter hoch und bringt ein Gewicht von etwa 165 Tonnen auf die Waage.
Beladen sind sie mit zwei riesigen, silbernen Rektifikations-Säulen, die jeweils mehr als 80 Tonnen wiegen.
Was macht eine Luftzerlegungsanlage?
Eine Luftzerlegungsanlage ist ein großes Werk, das normale Luft in einzelne Gase wie Sauerstoff und Stickstoff aufteilt. Das funktioniert, indem die Luft sehr stark abgekühlt wird, bis sie flüssig ist. Dann werden die Gase getrennt – das nennt man „fraktionierte Destillation“. So entsteht zum Beispiel besonders reiner Sauerstoff, der für Krankenhäuser, in der Industrie oder sogar für Raketenstarts gebraucht wird.
Warum sind die Säulen aus Bayern so wichtig?
Die sogenannten Rektifikations-Säulen sind das Herzstück einer Luftzerlegungsanlage. In ihnen werden die Gase besonders sauber getrennt. Die Säulen ermöglichen es, besonders reinen flüssigen Sauerstoff herzustellen. Dieser Sauerstoff ist unverzichtbar für viele Bereiche: Er wird in der Industrie eingesetzt, zum Beispiel für die Metallverarbeitung, und ist auch für medizinische Zwecke wichtig. Darüber hinaus spielt er eine entscheidende Rolle bei Raketenstarts, da flüssiger Sauerstoff unter anderem als Treibstoff verwendet wird.
Die neuen Säulen aus dem Freistaat sorgen also dafür, dass die Anlage in den USA große Mengen Sauerstoff effizient und zuverlässig produzieren kann.