Millionenbetrug bei Fördergeldern - Razzia in Schwaben
Gefälschte Rechnungen, nicht ausgeführte Bauarbeiten: Ermittler gehen in Schwaben einem mutmaßlichen Millionenbetrug mit Fördergeldern nach. Drei Verdächtige wurden festgenommen.
Augsburg (dpa/lby) - In Schwaben sollen Betrüger mehrere Millionen Euro staatliche Fördergelder zu Unrecht kassiert haben. Wie die Polizei berichtete, sollen die Männer das Geld für Modernisierungsmaßnahmen bei Gebäuden von einem Bundesamt erhalten haben. Die Maßnahmen seien jedoch nie vollzogen worden, stattdessen seien gefälschte Belege und Rechnungen bei der Behörde eingereicht worden, berichteten die Ermittler.
Die Kripo durchsuchte wegen der Vorwürfe zahlreiche Privatwohnungen und Gewerberäume im Raum Augsburg sowie im Raum Dillingen. Drei Männer im Alter zwischen 25 und 43 Jahren wurden aufgrund von Haftbefehlen festgenommen. Gegen das Trio werde wegen des Verdachtes des gewerbsmäßigen Betrugs und Geldwäsche ermittelt.
Dem Bund soll ein Schaden im mittleren siebenstelligen Bereich entstanden sein. Die Beschuldigten sollen die Fördermittel für Immobilien und Luxusgüter ausgegeben haben.