Mobilitätsstudie Bayern: Bürger gehen häufiger zu Fuß – Auto bleibt wichtigstes Verkehrsmittel, Nutzung aber rückläufig
Wie bewegen sich die Menschen in Bayern fort? Eine aktuelle Mobilitätsstudie zeigt: Das Auto bleibt zwar das wichtigste Verkehrsmittel, doch immer mehr Wege werden zu Fuß zurückgelegt. Welche Trends und Veränderungen es sonst noch gibt, lest ihr hier.
Die neue Mobilitätsstudie für Bayern zeigt, wie sich das Verkehrsverhalten im Freistaat verändert. Zwar bleibt das Auto das meistgenutzte Verkehrsmittel, doch immer mehr Menschen gehen zu Fuß. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick.
Weniger Wege, mehr zu Fuß unterwegs
Das absolute Verkehrsaufkommen in Bayern ist seit 2017 leicht gesunken: Von 40 auf 39 Millionen Wege pro Tag. Aktuell sind 82 Prozent der Menschen in Bayern täglich außer Haus – 2017 waren es noch 86 Prozent. Besonders auffällig: Der Anteil der zu Fuß zurückgelegten Wege ist gestiegen – von 20 auf 24 Prozent.
Autonutzung nimmt ab, Besitz steigt
Obwohl 85 Prozent der Haushalte in Bayern mindestens einen Pkw besitzen (2017: 81 Prozent), wird das Auto seltener genutzt. Nur noch 48 Prozent der Menschen fahren täglich Auto, 2017 waren es noch 52 Prozent. 33 Prozent der Haushalte verfügen sogar über zwei oder mehr Autos.
Rad, Bus und Bahn stabil
Der Anteil der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege bleibt stabil bei 11 Prozent. Auch die Nutzung von Bus und Bahn liegt unverändert bei 10 Prozent.
Gründe für Mobilität: Arbeit, Freizeit, Einkaufen
30 Prozent der Wege werden aus beruflichen Gründen zurückgelegt – ein Anstieg um 3 Prozentpunkte. Die sogenannten Erledigungswege (z.B. Behördengänge) sind von 14 auf 11 Prozent gesunken, Einkaufswege von 15 auf 14 Prozent. Der Anteil der Freizeitwege ist von 28 auf 30 Prozent gestiegen.
Homeoffice verändert das Mobilitätsverhalten
Die Studie zeigt: Der Anteil der berufsbedingten Personenkilometer ist von 38 auf 36 Prozent gesunken. Das deutet darauf hin, dass vor allem Menschen mit längeren Arbeitswegen häufiger im Homeoffice arbeiten.
Große Befragung in Bayern
Für die Studie wurden zwischen April 2023 und Juli 2024 fast 40.000 Haushalte in Bayern befragt – insgesamt rund 78.000 Menschen aller Altersgruppen. Die Ergebnisse wurden für den gesamten Freistaat hochgerechnet.