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Münchner Kammerspiele mit Führungstrio vom Theater Basel

Die Münchner Kammerspiele könnten ihre preisgekrönte Arbeit in Zukunft fortsetzen. Darauf hofft die Stadt, die sich für eine neue Intendanz entschieden hat. Dabei gibt es aber mehr als einen Namen.

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Münchner Kammerspiele Peter Kneffel/dpa

München (dpa/lby) - An der Spitze der Münchner Kammerspiele steht ab September 2028 ein Trio des Theaters Basel. Der städtische Kulturausschuss einigte sich auf Anja Dirks, Antú Romero Nunes und Jörg Pohl. Die drei leiteten derzeit in Basel gemeinsam die Schauspielsparte, teilte die Zweite Bürgermeisterin Mona Fuchs (Grüne) mit. Das neue Intendanzteam folgt auf Barbara Mundel, die das Haus mit Ende der Spielzeit 2027/2028 verlässt. 

«Unter den zahlreichen Bewerbungen konnte uns das Team mit seinem partizipativen Führungsmodell und dem Anspruch, den avantgardistischen Charakter des Hauses ebenso wie seinen inklusiven Schwerpunkt zu erhalten und weiterzuentwickeln, am meisten überzeugen», sagte Fuchs. Das neue Führungstrio soll vorerst fünf Spielzeiten lang bleiben.

«Theaterstarke Zukunft»

Kulturreferent Marek Wiechers (parteilos) freute sich über die Entscheidung für Dirks, Nunes und Pohl. «Ihre gemeinsame künstlerische Leitung wurde bereits in Basel vielfach gefeiert. Ich bin sicher, das Trio kann das Profil der Kammerspiele kenntnisreich, umsichtig und mit neuen Impulsen erweitern und stärken», sagte er laut Mitteilung. «Die unterschiedlichen, einander ergänzenden Expertisen sind bestens geeignet, das Haus in eine erfolgreiche, theaterstarke Zukunft zu führen und dem Publikum der Stadt ein großartiges Theatererleben zu bieten.»

Preisgekröntes Theater

Das neue Führungstrio erklärte, die große und inklusive Ensembletradition der Münchner Kammerspiele fortsetzen zu wollen. Sie wollten die Kammerspiele als Weltstadttheater prägen, «lokal verankert mit kosmopolitischem Horizont».

Die Neuen haben einige Preise vorzuweisen. So gab es für Pohl 2023 den renommierten Gertrud-Eysoldt-Ring für eine Doppelrolle in «Molière - der eingebildete Tote». Inszeniert hatte das Stück Nunes, dessen Stücke auch schon zum Berliner Theatertreffen eingeladen waren. 

Auch die Münchner Kammerspiele unter Mundel haben einiges vorzuweisen, so etwa dieses Jahr die Auszeichnung als Theater des Jahres. Die Intendantin hätte wohl gerne verlängert. Doch die Stadt entschied sich für eine Neubesetzung. Nun muss die Personalie noch von der Vollversammlung des Stadtrats am 25. November abgesegnet werden.

© dpa-infocom, dpa:261029-930-914064/1