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Münchnerin harrt über Nacht in Erdloch in Österreich aus

Mitten in der Nacht, mitten im Erdloch: Wie eine Bayerin mit schwerer Verletzung und dünner Kleidung ums Überleben kämpfte – und wer sie rettete.

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Bergunfall Matthias Röder/dpa

Thiersee (dpa) - Eine Wanderin aus München hat in Österreich nach einem Sturz eine Nacht lang in einem neun Meter tiefen Erdloch ausgeharrt. Die schwer verletzte 54-Jährige habe nur leichte Wanderkleidung getragen, bei Temperaturen von knapp über null Grad in der Nacht, berichtet die Polizei in Tirol. Erst am Samstagmorgen gegen 7.30 Uhr hörten zwei andere Wanderinnen aus Deutschland ihre Hilferufe. Die Frau sei dann von Rettungskräften mit Hilfe eines Taus aus dem Loch befreit worden. 

Die Münchnerin sei am Freitagabend beim Abstieg vom Hinteren Sonnwendjoch bei Thiersee in Tirol (Bezirk Kufstein) in das Loch zwischen Felsen gestürzt. Sie sei wahrscheinlich zunächst bewusstlos geworden und habe erst gegen Mitternacht vergeblich versucht, einen Notruf abzusetzen, berichtet die Polizei.

© dpa-infocom, dpa:260927-930-751795/1