Nach Unfällen: Straßenbahn-Haltestelle mit Pollern geschützt
Zweimal schleuderten Autos in München in eine Tram-Haltestelle, zwei Frauen starben. Stadtwerke und Verkehrsbetriebe haben Konsequenzen gezogen.
München (dpa/lby) - Nach teils tödlichen Verkehrsunfällen ist eine Straßenbahn-Haltestelle in München jetzt mit Pollern geschützt. Die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hatten im vergangenen November zunächst mobile Betonwände an der Haltestelle Donnersbergerstraße aufgestellt, wie ein Sprecher mitteilte. Nun seien dort Poller als endgültige Lösung installiert worden.
Zwei Unfälle - zwei Tote
Bei zwei Unfällen waren im vergangenen Jahr jeweils Autos von der Straße abgekommen und mit dem Wartehäuschen kollidiert. Bei dem schwersten Unfall im Mai wurden nach damaligen Angaben der Polizei sieben Menschen verletzt. Eine 22-jährige und 79-jährige Frau starben später an ihren Verletzungen.
Nach damaligen Erkenntnissen der Ermittler war ein 52 Jahre alter Fahrer des Unfallwagens neben dem Kleintransporter eines 34-Jährigen unterwegs, als die Fahrzeuge zusammenstießen. Dadurch kam der 52-Jährige mit seinem Auto von der Straße ab, das Auto fuhr frontal gegen die Haltestelle.
Bei dem weiteren Unfall im November war der Hergang ähnlich, wenngleich mit weniger schweren Folgen. Als ein 46-jähriger Lkw-Fahrer den Fahrstreifen wechseln wollte, kollidierte er laut Polizeibericht mit dem Auto einer 23-Jährigen. Deren Wagen drehte sich und stieß gegen das Wartehäuschen. Die 23-Jährige wurde verletzt, verzichtete aber laut Polizei auf eine medizinische Untersuchung vor Ort.