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Nach Urteil: Bürgermeisterin verliert Wahl in Niederstetten

Nach einer Verurteilung wegen Urkundenfälschung verliert Heike Naber das Bürgermeisteramt in Niederstetten. Ihr Nachfolger setzte sich dem vorläufigen Ergebnis nach klar durch.

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Heike Naber Stefan Puchner/dpa

Niederstetten (dpa) - Die Bürgermeisterin von Niederstetten, Heike Naber, ist dem vorläufigen Ergebnis nach abgewählt worden. Die parteilose Amtsinhaberin unterlag bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag dem Herausforderer Sebastian Mayer (ebenfalls parteilos), der 66,6 Prozent der Stimmen holte. Naber konnte dem vorläufigen Ergebnis nach lediglich 8,3 Prozent der Stimmen holen. 

Ende Januar hatte das Landgericht Ellwangen die 56-Jährige wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 100 Euro verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts hatte Naber 2019 vorsätzlich einen Gemeinderatsbeschluss verändert, um ihre Befugnisse bei einem Grundstückskauf auszuweiten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bürgermeisterin möchte Urteil nicht hinnehmen 

Die Kommunalpolitikerin räumte im Prozess ein, ein Protokoll nachträglich geändert zu haben. Sie betonte jedoch, sich keiner Schuld bewusst gewesen zu sein. Ihrer Einschätzung nach habe lediglich der formale Beschluss gefehlt, über den Kauf habe Einigkeit bestanden. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert und nach dem Urteil Revision eingelegt. Damit wird die Entscheidung auf mögliche Rechtsfehler überprüft.

Naber war 2021 vorläufig suspendiert worden und 2023 in ihr Amt zurückgekehrt. Mit einem Sieg hatte die dreifache Mutter einer ihrer Reden nach nicht gerechnet. Die Stadt Niederstetten im Main-Tauber-Kreis hat rund 5.000 Einwohner.

© dpa-infocom, dpa:260308-930-788148/1