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Prozess um Hammermord an zwei Senioren startet

Aus Rache soll ein Mann in Schwaben seine Großmutter und deren Mann mit Hammerschlägen getötet haben. Wegen zweifachen Mordes muss er sich nun vor Gericht verantworten.

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Landgericht Memmingen Stefan Puchner/dpa

Memmingen (dpa) - Weil ein 31-Jähriger im Juni vergangenen Jahres seine Großmutter und deren Ehemann umgebracht haben soll, muss er sich ab heute (9.00 Uhr) vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Nach Gerichtsangaben soll er beide im schwäbischen Günzburg mit einem Hammer getötet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann zweifachen Mord vor. 

Der körperlich überlegene Angeklagte mit deutscher Staatsangehörigkeit soll an einem Morgen bereits mit Tötungsabsicht in die Wohnung der beiden arglosen Senioren eingedrungen sein. Direkt im Anschluss soll er sie in den engen Räumen brutal mit dem Werkzeug erschlagen haben.

Rache als mögliches Tatmotiv

Er soll aus Rache gehandelt und die Tat zuvor geplant haben. Der Angeklagte sei davon ausgegangen, dass der zum Tatzeitpunkt 74-jährige Mann seine Mutter missbraucht und die zum Tatzeitpunkt 78-jährige Großmutter dabei tatenlos zugesehen habe. Die Mutter soll den Beschuldigten vor der Tat gebeten haben, lediglich den Kontakt zu den Senioren abzubrechen und von weiteren Handlungen abzusehen. 

Nach der Tat habe sich der Beschuldigte selbst ins BKH begeben und die Tat in einer Vernehmung gestanden haben. Das Gesetz sieht für Mord zwingend eine lebenslange Freiheitsstrafe vor. Derzeit sind für das Verfahren acht Verhandlungstage geplant und 22 Zeugen geladen. Verläuft der Prozess planmäßig, wäre Ende April mit einem Urteil zu rechnen.

© dpa-infocom, dpa:260311-930-798875/1