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Prozess um verschwundene Prostituierte wird neu aufgerollt

Ein 75 Jahre alter Mann steht im Verdacht, eine Prostituierte, mit der er liiert war, umgebracht zu haben. Weil ein früheres Urteil gegen ihn aufgehoben wurde, muss erneut verhandelt werden.

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Justizbehörden Bamberg Daniel Vogl/dpa

Bamberg (dpa/lby) - Vor dem Landgericht Bamberg wird von heute an (09.00 Uhr) der Fall einer verschwundenen Prostituierten erneut verhandelt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil aus dem Vorjahr aufgehoben. Damals war der heute 75 Jahre alte Lebensgefährte der 33-Jährigen wegen Totschlags verurteilt worden. 

Die Frau war im August 2024 verschwunden - bis heute fanden die Ermittler jedoch keine Leiche. Der Angeklagte, der mit ihr eine Beziehung geführt hatte, hatte im ersten Prozess geschwiegen. Damals zeigte sich die Strafkammer davon überzeugt, dass der Angeklagte die Frau im August 2024 auf seinem Grundstück bei Eggolsheim (Landkreis Forchheim) im Streit getötet und ihre Leiche an einen unbekannten Ort gebracht hatte. 

Der BGH war jedoch der Ansicht, andere Möglichkeiten, die das Verschwinden der Frau erklären könnten, seien im ersten Prozess nicht berücksichtigt worden. Zudem dürfe nicht außer Betracht gelassen werden, dass ein anderer Täter infrage komme. 

Jetzt ist eine andere Strafkammer des Bamberger Landgerichts am Zug. Bis zum 15. Januar sind zahlreiche Verhandlungstermine in dem Fall angesetzt.

© dpa-infocom, dpa:261012-930-825185/1