Frau soll Leiche rund 100 Kilometer weit transportiert haben
Im Fall eines bei Lenggries tot aufgefundenen Mannes gibt es neue Ermittlungsergebnisse. Eine 59-Jährige soll den Toten etwa 100 Kilometer weit gefahren haben. Was bislang bekannt ist.
Lenggries (dpa/lby) - Nach dem Fund eines Toten auf einem Parkplatz nahe Lenggries in Oberbayern ermittelt die Polizei gegen eine 59 Jahre alte Frau. Die Beschuldigte soll den Leichnam von einem Betrieb im Raum Ebersberg aus mit einem Fahrzeug über eine Strecke von knapp 100 Kilometern in die Nähe der Bundesstraße 307 gefahren haben, wo der Tote später gefunden wurde.
Gegen die Frau bestehe der Tatverdacht der unterlassenen Hilfeleistung, teilte die Polizei mit. Die Deutsche soll den 64 Jahre alten wohnsitzlosen Mann als Hilfskraft bei sich beschäftigt haben. Er wurde vor knapp zwei Wochen nahe Lenggries (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) gefunden.
Es gibt den Angaben nach keine Hinweise auf einen gewaltsamen Tod. Die Hintergründe sowie der genaue Tathergang seien weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Weitere Angaben, etwa zur Todesursache, macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen aktuell nicht, wie ein Sprecher sagte.
Am Donnerstag durchsuchten in dem Fall Kripobeamte in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft München zwei Objekte in den Landkreisen Ebersberg und Miesbach.