Vandalismus und Wildcampen an Allgäuer Bergsee
Wildcamping, Müll in der Natur, unerlaubtes Fischen und eine aufgebrochene Berghütte beschäftigen die Polizei im Allgäu. Das hat Folgen.
Oberstdorf (dpa/lby) - Nach einem erneuten Fall von Vandalismus in den Allgäuer Bergen will die Polizei dort in den kommenden Wochen verstärkt Naturschutzkontrollen durchführen. Am Dienstag sei der Aufbruch einer Berghütte nahe dem Gaisalpsee oberhalb von Oberstdorf gemeldet worden, teilte die Polizei mit. Beamte und Polizeibergführer hätten daraufhin in dem Gebiet sechs Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren gestellt.
Sie stünden im Verdacht, unerlaubt in einem geschützten Gebiet gecampt und illegal gefischt zu haben. Zudem sollen sie Müll in der Natur hinterlassen haben. Ob sie die Hütte aufgebrochen haben, müsse noch ermittelt werden, hieß es von der Polizei. An der Hütte entstand demnach ein Schaden in Höhe von rund 6.000 Euro.
Weil es zuletzt mehrere Meldungen von Hirten oder Hüttenwirten bezüglich Vandalismus gegeben habe, werde die Alpine Einsatzgruppe Allgäu ihre Präsenz in den Wandergebieten vorübergehend erhöhen, hieß es.