Wiesngrippe: LMU-Klinikum München startet wissenschaftliche Studie zu Atemwegsinfekten nach dem Oktoberfest – Nürnberger als Vergleichsgruppe gesucht
Viele kennen sie: die Wiesngrippe – Atemwegsinfekte, die nach dem Oktoberfest auftreten. Das LMU-Klinikum München startet jetzt eine Studie, um das Phänomen wissenschaftlich zu erfassen. Nürnberger werden als Vergleichsgruppe gesucht. Alle Infos zur Teilnahme lest ihr hier.
Die Wiesngrippe ist ein bekanntes Phänomen, das viele Besucher des Münchner Oktoberfests betrifft. Das LMU-Klinikum München will die akuten Atemwegsinfekte nach dem Fest erstmals wissenschaftlich untersuchen und ruft zur Teilnahme an der sogenannten Munich-Flu-Studie auf.
LMU-Klinikum sucht Teilnehmer für Studie
Für die Studie werden zwei Gruppen gesucht: Menschen aus München, die das Oktoberfest besuchen, und Nürnberger, die bestenfalls noch nie auf der Wiesn waren. Ziel ist es, herauszufinden, wie sich ein Festbesuch auf die Gesundheit auswirkt und welche Erreger hinter der Wiesngrippe stecken.
Wer kann mitmachen?
- Mindestalter: 18 Jahre
- Oktoberfest-Besucher oder Nürnberger, die noch nie auf der Wiesn waren
- Teilnahme über einen anonymen Online-Fragebogen
Je mehr Nürnberger mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse, so das LMU-Klinikum.
Was ist die Wiesngrippe?
Die Wiesngrippe ist kein medizinischer Begriff für eine echte Grippe, sondern beschreibt akute Atemwegsinfekte, die durch das Zusammentreffen vieler Menschen, Schlafmangel, Kälte und Alkoholkonsum begünstigt werden. Laut Experten handelt es sich meist um Infektionen mit Rhino-, Adeno- oder Enteroviren, gegen die es keinen Impfschutz gibt.
Ablauf der Studie
Teilnehmer registrieren sich online und erhalten nach dem Oktoberfest einen Fragebogen zu ihrem Festbesuch und möglichen Symptomen. Wer erkrankt, kann einen Abstrich beim LMU-Team machen lassen.