Zeckenschutz für Hunde und Katzen: Wann ihr eure Tiere schützen solltet und welche Mittel wirklich helfen – Empfehlungen von Experten aus Bayern
Mit steigenden Temperaturen beginnt in Bayern die Zeckensaison – und damit steigt das Risiko für Hunde und Katzen, sich mit gefährlichen Krankheiten zu infizieren. Wann ihr eure Tiere schützen solltet, welche Mittel es gibt und worauf ihr achten müsst, lest ihr hier.
Mit dem Frühling startet in Bayern die Zeckensaison. Für Hunde und Katzen bedeutet das ein erhöhtes Risiko, sich mit Krankheiten zu infizieren, die durch Zecken und Flöhe übertragen werden. Das ist aber wichtig für uns Menschen. Oft bringen unsere Tiere Zecken mit nach Hause. Die Gefahr, dass dadurch eine Zecke auch auf uns landet, ist da natürlich immer gegeben. Die wichtigsten Tipps zum Schutz eurer Tiere findet ihr hier.
Zecken und Flöhe: Ganzjähriges Risiko in Bayern
Durch die Klimaerwärmung sind Zecken und Flöhe mittlerweile das ganze Jahr über aktiv. Die ESCCAP, ein Zusammenschluss europäischer Parasitologen, empfiehlt deshalb eine ganzjährige Prophylaxe – abhängig davon, wie aktiv euer Tier draußen ist.
Welche Zeckenschutzmittel gibt es für Hunde und Katzen?
- Spot Ons (Tropfen, die auf die Haut aufgetragen werden)
- Halsbänder mit Wirkstoffen gegen Zecken und Flöhe
- Tabletten zur inneren Anwendung
Die Auswahl des passenden Mittels sollte immer gemeinsam mit dem Tierarzt erfolgen. Dabei werden Aktivitätsgrad, Gesundheitszustand und Alter des Tieres berücksichtigt. Tiere, die kaum draußen sind, benötigen oft keinen dauerhaften Schutz. Bei wenig Auslauf reicht manchmal eine gründliche Kontrolle nach dem Spaziergang.
So funktioniert Zeckenschutz auf der Haut
Zeckenschutzmittel wirken unterschiedlich: Einige töten die Zecke beim Biss ab, andere verhindern den Biss. Die meisten Mittel greifen das Nervensystem der Zecke an und töten sie ab.
Nebenwirkungen von Zeckenschutzmitteln
Wie bei allen Medikamenten können Nebenwirkungen auftreten. Besonders empfindliche Tiere oder Tiere mit neurologischen Erkrankungen sollten sorgfältig vom Tierarzt untersucht werden. Zu hohe Dosierungen können das Nervensystem schädigen und zu Zittern, Kreislaufproblemen oder Hautreizungen führen. Für Katzen ist es wichtig, nur speziell für sie zugelassene Präparate zu verwenden, da einige Wirkstoffe für sie giftig sind.
Tierarztbesuch vor dem Einsatz von Zeckenschutzmitteln
Vor der Anwendung von Zecken- oder Flohschutzmitteln sollte immer ein Tierarzt konsultiert werden. Eine falsche Anwendung kann Resistenzen fördern und die Gesundheit des Tieres gefährden. Der Tierarzt hilft, das richtige Mittel und die passende Dosierung zu finden.