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Keine Berufung: Høiby akzeptiert Entscheidung zu U-Haft

Gerade erst wurde der Sohn von Norwegens Kronprinzessin zu vier Jahren Haft verurteilt. Kurz darauf beantragte er die Freilassung aus der U-Haft. Das Gericht sagte Nein - das akzeptiert er nun wohl.

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Marius Borg Hoiby Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa

Oslo (dpa) - Marius Borg Høiby (29), der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, hat sich laut Medienberichten damit abgefunden, zunächst bis Mitte Juli in Untersuchungshaft zu bleiben. Gegen eine entsprechende Entscheidung des Gerichts gehe Høiby nicht in Berufung, sagte dessen Anwalt der Zeitung «Aftenposten».

Mette-Marits Sohn war vergangene Woche in Oslo zu vier Jahren Haft verurteilt worden - unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht. Noch am selben Tag hatte er einen Antrag darauf gestellt, aus der U-Haft freizukommen. Der Grund: Høiby wollte bei seiner schwer kranken Mutter sein. Kronprinzessin Mette-Marit leidet an der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose und hatte sich kürzlich einer Lungentransplantation unterzogen. Das Gericht hatte Høibys Antrag trotzdem abgelehnt.

Berufungsprozess könnte erst kommendes Jahr losgehen

Diese Entscheidung akzeptiere sein Mandant, sagte Anwalt Petar Sekulic «Aftenposten». Høiby sitzt seit Anfang Februar in Untersuchungshaft, nachdem er erneut gegen ein Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin verstoßen hatte. Er hatte seitdem mehrfach die Freilassung beantragt - schlussendlich immer ohne Erfolg. Gerichte befürchteten, er könnte seine Ex-Freundin wieder aufsuchen. Außerdem sahen sie das Risiko neuer Gewalttaten gegen die Frau.

Ziehe sich der Prozess wegen eines Berufungsverfahrens länger, müssten Alternativen wie eine elektronische Fußfessel in Betracht gezogen werden, hatte das Gericht in seiner Entscheidung erklärt. Das ist durchaus wahrscheinlich, denn die Verurteilung zu vier Jahren Haft für insgesamt 34 Straftaten will Høiby nicht akzeptieren: Seine Verteidiger haben angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Ein Berufungsprozess könnte laut norwegischen Medien womöglich erst kommendes Jahr stattfinden.

© dpa-infocom, dpa:260624-930-274702/1