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Krawalle in Turin: Verletzte und Festnahmen

In der norditalienischen Großstadt protestieren Tausende gegen die Schließung eines linken Kulturzentrums. Am Abend kommt es zu schweren Ausschreitungen.

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Krawalle wegen Räumung des Turiner Zentrums Askatasuna Marco Alpozzi/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Turin (dpa) - Bei Protesten gegen die Schließung eines linken Kulturzentrums in der norditalienischen Großstadt Turin ist es zu schweren Krawallen gekommen. Bei den Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und teils vermummten Demonstranten wurden nach Angaben der Behörden mindestens elf Polizisten verletzt. Zehn Menschen wurden demnach festgenommen. Zur Zahl der verletzten Demonstranten gab es zunächst keine Angaben.

Die Proteste richteten sich gegen die Räumung des Kulturzentrums Askatasuna, über Jahrzehnte hinweg ein Treffpunkt der linken Szene von Turin, kurz vor Weihnachten. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich am Samstag etwa 50.000 Menschen an einer Demonstration durch die Innenstadt. Dabei waren auch zahlreiche Palästinenserfahnen zu sehen. Schließlich kam es zu Krawallen.

Aus der Menge flogen Steine, Molotowcocktails und andere Gegenstände in Richtung der Polizei. Mehrere Müllcontainer standen in Brand. Auch ein Einsatzwagen brannte. Die Ordnungskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Ein Demonstrant wurde mit Kopfverletzungen weggebracht. Auf einem Video ist zu sehen, wie ein am Boden liegender Polizist von Vermummten mit Fußtritten traktiert und geschlagen wird.

© dpa-infocom, dpa:260131-930-625028/1