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Vance: Machtwechsel im Iran ist nebensächlich

Trump sorgte mit seiner Botschaft an das iranische Volk für Aufsehen. Sie wurde weithin so aufgefasst, als sei sein Ziel im Iran ein Machtwechsel. Vertreter seiner Regierung spielen das nun herunter.

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US-Vizepräsident JD Vance Kevin Lamarque/POOL REUTERS/dpa

Washington/Teheran (dpa) - Vertreter der US-Regierung haben betont, dass es Präsident Donald Trump im Iran nicht in erster Linie um einen Machtwechsel gehe. In einer «perfekten Welt» würden die USA es begrüßen, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagte US-Vizepräsident JD Vance dem Sender Fox News. Trumps vorrangiges Ziel sei aber, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere. 

In seiner ersten Videobotschaft zu den israelischen und US-Angriffen auf den Iran am Samstag hatte Trump die Iraner aufgerufen, die Führung des Landes in die Hand zu nehmen. «Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung», hatte der US-Präsident die 90 Millionen Menschen im Iran aufgefordert. 

Rubio: Neue Regierung wünschenswert, aber nicht entscheidend

US-Außenminister Marco Rubio legte am Montag (Ortszeit) nahe, dass es Unterschiede zwischen nachrangigen Wünschen der US-Regierung und konkreten Zielen ihres Einsatzes gebe. Zwar wünsche man sich eine neue Führung im Iran. Entscheidend sei aber, dass wer auch immer in einem Jahr regiere, nicht über Drohnen und ballistische Raketen verfügen werde.

Noch deutlicher formulierte es der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, nach einem Iran-Briefing hochrangiger Vertreter der US-Regierung: «Das Ziel war nicht ein Regimewechsel.» Vielmehr stünden die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms sowie der iranischen Marine im Fokus.

© dpa-infocom, dpa:260303-930-759751/3