USA: Öl-Sanktionen wegen Vorgehen gegen Protestler im Iran
Die USA wollen Irans Führung finanziell schwächen und den Druck nach dem brutalen Niederschlagen der Proteste in dem Land erhöhen. Die neuen Sanktionen drehen sich um den Ölhandel.
Washington (dpa) - Die USA wollen mit neuen Sanktionen die iranische Führung nach dem brutalen Vorgehen gegen Protestierende unter Druck setzen. Im Fokus stehen neun Schiffe und deren Eigentümer und mehrere Managementfirmen, die iranisches Öl und Erdölprodukte im Wert von Hunderten Millionen US-Dollar transportierten, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die USA gehen davon aus, dass damit Terror finanziert werde. Die Vereinigten Staaten wollen mit den Sanktionen Ölverkäufe verhindern und die Führung Irans finanziell schwächen.
Die USA kritisieren mit dem Schritt auch die Abschaltung des Internets im Iran, da damit Übergriffe verschleiert werden. Seit mehr als zwei Wochen ist die Bevölkerung im Iran weitgehend vom Internet abgeschnitten.
Die Proteste im Iran waren Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst worden. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor und schlug sie nieder. Inzwischen sind die Demonstrationen völlig verstummt.