Abnehmspritze geschenkt? 85 Prozent der Deutschen lehnen ab
Würdet ihr die Abnehmspritze nehmen, wenn sie kostenlos wäre? Eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag von ANTENNE BAYERN zeigt: Für die meisten Befragten wäre es keine Option. Alle Details hier.
Würdet ihr die Abnehmspritze nehmen, wenn sie kostenlos wäre? Für die meisten Menschen in Deutschland ist das keine Option: Nur 12 Prozent der Befragten würden eine kostenlose Abnehmspritze nutzen. 85 Prozent lehnen sie ab - entweder aus medizinischen Bedenken oder weil sie sie schlicht nicht brauchen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag von ANTENNE BAYERN.
Große Mehrheit lehnt Abnehmspritze ab
Für die Befragungsreihe "Hand aufs Herz" hatte ANTENNE BAYERN gefragt: "Wenn Sie die Abnehmspritze kostenlos bekommen würden, würden Sie sie nehmen?" Nur 12 Prozent der Befragten in Deutschland bzw. 13 Prozent der Befragten in Bayern antworteten mit "Ja".
Deutlich größer ist die Gruppe der Ablehnenden: 26 Prozent gaben an, medizinische Bedenken zu haben. 59 Prozent sagten, sie bräuchten die Abnehmspritze nicht. 3 Prozent machten keine Angabe oder wussten es nicht.
Medizinische Bedenken oder kein Bedarf: Warum lehnen so viele ab?
Die Ablehnung hat laut Umfrage zwei Hauptgründe. Mit 59 Prozent gibt die größte Gruppe an, keinen persönlichen Bedarf für das Medikament zu sehen. Ein weiteres gutes Viertel der Befragten (26 Prozent) äußert dagegen konkrete medizinische Vorbehalte.
Abnehmspritzen wie Wegovy oder Ozempic enthalten verschreibungspflichtige Wirkstoffe und sind ursprünglich für die Behandlung von Adipositas beziehungsweise Diabetes zugelassen. Eine Einnahme ohne medizinische Indikation und ärztliche Begleitung ist nicht ohne Risiko.
Wer zeigt am ehesten Interesse an der Abnehmspritze?
Das Interesse ist nicht in allen Bevölkerungsgruppen gleich verteilt. Bei den 30- bis 49-Jährigen liegt die Zustimmung mit 19 Prozent deutlich höher als bei den 14- bis 29-Jährigen (11 Prozent) und den Befragten ab 50 Jahren (9 Prozent).
Auch Menschen mit Kindern zeigen mit 22 Prozent ein größeres Interesse als Menschen ohne Kinder (10 Prozent). Zwischen Männern (9 Prozent Zustimmung) und Frauen (15 Prozent) gibt es ebenfalls einen spürbaren Unterschied.
Bei den medizinischen Bedenken zeigt sich ein ähnliches Bild: Frauen äußern mit 31 Prozent häufiger Vorbehalte als Männer (22 Prozent), ebenso die 30- bis 49-Jährigen (31 Prozent) im Vergleich zu den über 50-Jährigen (26 Prozent).
So wurde gefragt
Die konkrete Frage lautete:
„Wenn Sie die Abnehmspritze kostenlos bekommen würden, würden Sie sie nehmen?“
Die Frage ist Teil der repräsentativen Befragungsreihe "Hand aufs Herz", mit der ANTENNE BAYERN das Meinungsbild in Deutschland zu aktuellen gesellschaftlichen Themen darstellt.
Befragt wurden vom 27. Juli bis 22. August 2026 insgesamt 1.000 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren aus Privathaushalten in Deutschland. Die telefonische Erhebung erfolgte über das Telefonstudio Rilaton GmbH anhand einer ADM-Dual-Frame-Stichprobe. Die Daten wurden nach Alter und Geschlecht, Bundesland sowie formaler Bildung gewichtet. Laut Studienunterlagen sind die Ergebnisse damit repräsentativ für die Bevölkerung ab 14 Jahren in Deutschland.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Wer über die Einnahme eines verschreibungspflichtigen Medikaments nachdenkt, sollte sich an eine Ärztin oder einen Arzt wenden.