23.02.2021 | Familie & Kinder Beliebteste Kinder-Namen: Diese Vornamen liegen voll im Trend

Namen begleiten Kinder ihr ganzes Leben. Kein Wunder also, dass sich werdende Eltern viele Gedanken über den perfekten Vornamen machen. Schön soll er sein und einzigartig - manchmal traditionell... Wie schaut's in Bayern aus? Was sind die beliebtesten - und auch kuriosesten - Namen? Das erfahrt ihr hier.

Foto: Markus Scholz/dpa

Der Vorname des eigenen Kindes soll für die meisten Eltern etwas ganz Besonderes sein. Da werden schon mal extra Bücher gewälzt oder sich wild durch die Weiten des Internets geklickt. Aber auch die eigene Fantasie wird oft bemüht. Das fällt auch der Gesellschaft für deutsche Sprache auf.

 „Man stellt schon fest, dass die Eltern mehr Energie als früher in die Wahl des Vornamens stecken."

Namens-Expertin Frauke Rüdebusch von der Gesellschaft für deutsche Sprache

Die Folge: Es gibt immer mehr Vornamen. Insgesamt zählt die Gesellschaft für deutsche Sprache mittlerweile knapp zehn Millionen Vornamen – und jedes Jahr kommt eine knappe Million dazu. 

Was sind denn nun die beliebtesten Vornamen?

Jedes Jahr stellt Vornamen-Experte Knud Bielefeld die beliebtesten Vornamen vor, ausgewertet aus über 180.000 Geburtsmeldungen.

Aktuell sind das:

Die beliebtesten Jungen-Namen
  • Lukas
  • Maximilian
  • Felix
  • Leon
  • Jakob
  • Elias
  • Luis
  • Paul
  • Jonas
  • Noah
Die beliebtesten Mädchen-Namen
  • Sophia
  • Emilia
  • Hannah
  • Emma
  • Mia
  • Anna
  • Lea
  • Lena
  • Luisa
  • Clara
Regionale Unterschiede in der Namensgebung

Traditionell gibt es bei den Vornamen auch einige regionale Besonderheiten. So kamen in Bayern im Jahr 2020 die Namen Josef, Korbinian, Xaver, Antonia, Franziska und Magdalena besonders häufig vor. 

Als kleiner Vergleich: In Schleswig-Holstein sind dagegen Bosse, Jonte, Lasse, Janne, Jette und Lene beliebt.

Fantasie-Namen werden immer beliebter

Immer mehr exotische Vornamen finden den Weg in die Gesellschaft. Zum Beispiel Bennimilia, Jisildis, Julix, Laurelie oder Sonek. Eine wichtige Voraussetzung bei der Namensgebung: Man sollte erkennen, ob es sich dabei um ein Mädchen oder einen Jungen handelt – wobei sich dieser Umstand jetzt allmählich auch auflöst. Nicht zuletzt wegen der Anerkennung des dritten, neutralen Geschlechts.

Nicht alle Vornamen schaffen es in die Liste der Standesämter

Es gibt aber auch Grenzen in der Namensgebung: In Zweifelsfällen werden dann die Namensforscher um Rat gefragt. Manchmal werden Namen auch abgelehnt – bei fünf bis zehn Prozent der Anfragen ist das der Fall.

Autoliebhaber haben es da zum Beispiel schwer. Namen wie Lamborghini oder Corvette wurden bereits abgelehnt. Und auch Menschen, für die Fußball eine Religion ist, werden abgewiesen. Mit den Namen Borussia haben es auch schon einige Freunde des runden Leders versucht – vergeblich.

Kompromisse finden mit den Eltern

Bei rund der Hälfte der Ablehnungen werde aber mit den Eltern ein Kompromiss erarbeitet. Im Schnitt beläuft sich die Zahl der Namen, die in einem Jahr nur einmal vergeben werden, auf fünf Prozent.

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