17.12.2020 | Familie & Kinder Schule und Kita geschlossen: So werden Eltern entschädigt

Schulen und Kitas haben in der Corona-Pandemie aktuell geschlossen. Eltern, die dadurch nicht regulär arbeiten können, bekommen eine Entschädigung.

Foto: Ulrich Perrey/dpa

In Bayern hat der Großteil der Schulen und Kitas wegen der Corona-Pandemie und dem dadurch verhängten Lockdown geschlossen. Einige Eltern bekommen dadurch Betreuungsschwierigkeiten, da sich Job und Home Schooling beziehungsweise die Betreuung der Kinder nicht immer einfach organisieren lassen. 

Das Bundeskabinett hat hierfür jetzt die Entschädigungsregeln für Eltern angepasst, die durch die Schließung von Schulen und Kitas bei der Arbeit ausfallen. So soll es eine Verdienstausfallentschädigung vom Staat nun nicht nur geben, wenn die Einrichtungen komplett geschlossen sind, sondern auch dann wenn lediglich die Präsenzpflicht ausgesetzt wird. Dafür soll Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes angepasst werden.

In diesen Fällen wird gezahlt

Die Verdienstausfallentschädigung zahlt wenn Eltern bei der Arbeit ausfallen, weil entweder die Kinder unter Quarantäne gestellt worden oder Schulen oder Kitas geschlossen haben. Betroffene Eltern bekommen dann 67 Prozent vom Nettoeinkommen vom Staat gezahlt, sofern die Kinder unter 12 Jahren sind oder es Kinder mit einer Behinderung sind, die auf Hilfe angewiesen sind.

Die monatliche Höchstgrenze liegt bei 2016 Euro. Die Anträge für die Entschädigung wird vom Arbeitgeber beim jeweiligen Amt beantragt. 

Doch kein bezahlter Sonderurlaub

Ursprünglich war die Rede von bezahlten Urlaub. Der sozialpolitische Sprecher der CSU im Bundestag, Stephan Stracke, teilte mit, man habe einen entsprechenden Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) abgelehnt, weil diesen allein die Arbeitgeber hätten finanzieren müssen, obwohl die Betreuungsprobleme durch staatliches Handeln verursacht worden seien. Aus der SPD kam Kritik, dass nun doch kein voller Lohnersatz durch den Arbeitgeber kommt.