08.10.2019 | Gesundheit Meningokokken: Lebensgefährlicher Krankheitserreger vermehrt in Bayern

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Nun tritt in unserem Bundesland verstärkt ein gefährlicher Krankheitserreger auf: Meningokokken-C. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit rät daher, den Impfschutz zu überprüfen und gegebenenfalls nachzuholen.

Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Dieser Krankheitserreger kann innerhalb von Stunden lebensgefährlich sein. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel warnt nun vor der Variante C der Bakterien Meningokokken. Die Infizierung kann zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) führen. Diese Art der Bakterien treten nun verstärkt in Bayern auf, vor allem im oberbayerischen Landkreis Ebersberg

Uns sind mittlerweile sechs Erkrankungen bekannt, darunter auch ein 13-jähriges Mädchen aus München. Letztes Jahr waren es nur zwei Menschen, die an Meningokokken-C in Bayern erkrankt waren und das obwohl die Impfquote in Bayern dieses Jahr gestiegen ist. Problem: Sie liegt immer noch unter dem Bundesdurchschnitt. Knapp jeder siebte Erstklässler in Bayern ist, laut aktuellsten Untersuchungen, nicht gegen Meningokokken-C geimpft! 

Woran merke ich, dass ich erkrankt bin?

Symptome:

  • Beschwerden im Nasen-Rachen-Raum
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Schüttelfrost

Was sind Meningokokken?

Meningokokken sind Bakterien, die insgesamt in zwölf verschiedenen Varianten vorzufinden sind. In Deutschland sind fünf Varianten des Bakteriums aufgetreten: A, B, C, W und Y. Jeder zehnte Erwachsene trägt die Erreger in sich, ohne selbst krank davon zu werden. Übertragen werden diese durch engen Menschenkontakt.

Wann sollte ich mich impfen lassen?

Das Robert Koch-Institut empfiehlt eine Impfung gegen Meningokokken C für alle Kinder ab 12 Monaten. Vor allem sollten Kleinkinder, Jugendliche und junge Erwachsene sich schutzimpfen, da bei ihnen die Gefahr einer Erkrankung am höchsten ist. Impfungen gegen andere Varianten des Krankheitserreger sind nicht unbedingt notwendig und nur für bestimmte Risikogruppen empfohlen. Am besten fragt ihr hierfür bei eurem Hausarzt nach.