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Nach 1 Tag, nach 1 Monat: Was passiert nach dem Rauchen aufhören

Aufhören mit dem Rauchen. Viele Fragen sich, wann sollte man es spätestens tun und was passiert dann eigentlich nach gewisser Zeit mit der Lunge und dem Körper? Außerdem sollen die Preise für die Tabakwaren laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Deutschen Krebszentrums (DKFZ) steigen. Alles Wichtige lest ihr hier.

Rauchen Gesundheit Foto: Knut Wiarda/ Adobe Stock

Jährlich sterben laut dem Bundesministerium für Gesundheit 127.000 Menschen an Folgen des Tabakkonsums. In Deutschland rauchen 23,8 Prozent Frauen und Männer ab 18 Jahren. Wir haben alle Antworten rund ums Aufhören für euch. 

WHO-Bericht: Tabakkonsum eindämmen - Lösung durch höhere Tabaksteuern?

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO)-Bericht zur globalen Tabak-Epidemie, der Ende Juli 2023 herauskam, präsentiert Vorschläge zur Eindämmung des Tabakkonsums. In Deutschland tragen Tabaksteuern zwar 14,7 Milliarden Euro bei, die Kosten des Rauchens laut Deutschen Krebszentrums (DKFZ) belaufen sich jedoch auf enormere 97,24 Milliarden Euro. Eine drastische Erhöhung der Tabaksteuer auf 22,80 Euro pro Packung könnte diese Ausgaben decken. Ebenso könnte sie Auswirkungen darauf haben, dass sich Raucher öfter überlegen mit dem Rauchen aufzuhören.

Wann spätestens mit dem Rauchen aufhören?

Wann sollte man spätestens mit dem Rauchen aufhören? Diese Frage hat sich wohl jeder Raucher schon einmal gestellt. Eine amerikanische Studie mit 551.388 männlichen und weiblichen Teilnehmer sagt, dass man am besten vor dem 35. Lebensjahr aufhören sollte mit dem Rauchen, um ähnliche Sterberaten zu haben, wie ein Niemalsraucher. Aber eines steht fest, egal wie alt ihr seid, es lohnt sich immer für die positiven Auswirkungen aufzuhören. Hört ihr zum Beispiel vor dem 40. Geburtstag auf, verringert ihr das Risiko an den Folgen des Rauchens zu sterben, um 90 Prozent. 

Zeitstrahl: Das passiert mit dem Körper beim Aufhören mit dem Rauchen

Aufhören mit dem Rauchen, was passiert mit eurem Körper?  

  • Nach 12 Stunden: Die Sauerstoffversorgung in eurem Körper verbessert sich.
  • Nach 1 Tag: Herzschlagrate und Blutdruck sinken. Auch die allgemeine Durchblutung verbessert sich. Das Herzinfarktrisiko ist ebenfalls nach 24 Stunden geringer. 
  • Nach 2 bis 3 Tagen: Geruchs- und Geschmackssinn verbessern sich und ihr bekommt das Gefühl leichter atmen zu können. 
  • Nach 1 bis 3 Wochen: Jetzt stabilisiert sich der Kreislauf und auch die Lungenfunktion verbessert sich spürbar. Das liegt daran, dass die Selbstreinigung der Lunge nach und nach wieder einsetzt. 
  • Nach ein paar Monaten: Jetzt werden Hustenanfälle seltener und auch die Kurzatmigkeit nimmt ab, da die Selbstreinigung der Lunge wieder funktionsfähig ist. Auch die Haut wird straffer. 
  • Nach 1 Jahr: Jetzt hat ein ehemaliger Raucher beispielsweise bereits ein um die Hälfte reduziertes Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko. 
  • Nach 15 Jahren: Jetzt kann man quasi mit einem Niemalsraucher gleichgestellt werden. 

So das Bundesministerium für Gesundheit. 

Wie lange gelte ich als Nichtraucher?

In der Studie aus Amerika wurden alle Teilnehmer als Niemals- bzw. Nichtraucher eingestuft, die in ihrem Leben nicht mindestens 100 Zigaretten geraucht hatten. Durch die Forschereinschätzung ist das auch ein guter Anhaltspunkt, ob ihr als Nichtraucher zählt. 

Ab wann gilt man als Kettenraucher?

Ab wann ihr Kettenraucher seid hat die Raucherentwöhnung fumexan kurz dargestellt: 

  • Kettenraucher: Wenn ihr im Durchschnitt zwischen 20 und 30 Zigaretten pro Tag raucht (in einer gewöhnlichen Schachtel sind um die 20 Stück).
  • Starke Raucher: Wenn ihr im Durschnitt zwischen 10 und 20 Zigaretten pro Tag raucht. 
  • Leichte Raucher: Wenn ihr täglich 1 bis 10 Zigaretten raucht. 

Haupttodesursachen

Laut der amerikanischen Studie sind folgende Aspekte die Haupttodesursachen:

  • Krebs (Laut der Deutschen Krebsgesellschaft ist etwa jeder fünfte Krebsfall durch Rauchen verursacht.) 
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Erkrankungen der unteren Atemwege

Tipps Rauchen aufhören: So kann es klappen

Aufhören zu rauchen: Was hilft euch wirklich. Wir haben euch dazu eine kleine Übersicht erstellt. Tatsächlich übernehmen einige Krankenkassen die Kosten für zertifizierte Entwöhnungsprogramme. Genau diese Verhaltenstherapien sollen nämlich eine gute Möglichkeit sein, um mit dem Rauchen aufzuhören. Die Erfolgsquote in Kombi mit Nikotinersatzprodukten oder gar Medikamenten liegt bei rund 30 Prozent Erfolgsquote und ist damit der erfolgreichste Tipp!

Doch auch kleine Tricks können helfen: 

  • In den ersten drei Tagen ist es meist am schwierigsten: Ruft euch diesen Gedanken für euer Durchhaltevermögen immer wieder hervor. Der rein körperliche Entzug ist beispielsweise nach 14 Tagen geschafft.
  • Setzt euch ein Datum in naher Zukunft fest, ab wann ihr mit dem nicht rauchen startet. 
  • Trinkt viel!
  • Benutzt vielleicht einen Anti-Stress-Ball.
  • Oder esst alternativ immer euer Lieblings-Rohgemüse, wenn ihr eigentlich eine Zigarette rauchen wollen würdet. 
  • Obendrauf könnt ihr eure Erfolge und Gedanken in einem Tagebuch festhalten. 

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