Das passiert mit den nicht verkauften Christbäumen
Jedes Jahr bleiben nach Weihnachten Christbäume bei den Händlern übrig. Was passiert mit den Tannen und Fichten, die nicht im Wohnzimmer stehen? Wir zeigen euch, wo die Bäume landen.
In den meisten bayerischen Wohnzimmern stehen sie an Heiligabend bunt geschmückt und herrlich beleuchtet: die Christbäume. In Deutschland werden jedes Jahr rund 23 bis 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Ein kleiner Teil bleibt aber bei den Händlern übrig. Nach Schätzung sind das drei bis fünf Prozent. Für diese Bäume ist an Heiligabend noch lange nicht Endstation.
Wohin mit den übrig gebliebenen Bäumen?
| Verwendung | Das passiert mit dem Baum |
|---|---|
| Hackschnitzel | Der Baum wird zerkleinert und als Brennstoff oder Mulch genutzt |
| Zoo | Unbehandelte Bio-Bäume dienen als Futter und Spielzeug |
| Verschenken | Händler geben Bäume kurz nach Heiligabend oft kostenlos ab |
| Trauerkränze | Aus den Zweigen werden Kränze für den Grabschmuck gebunden |
Hackschnitzel: Brennstoff und Mulch
Viele Händler lassen ihre übrig gebliebenen Bäume zu Hackschnitzeln verarbeiten. Das Material wird teils als Brennstoff in Heizanlagen genutzt. Es kann auch als Mulch wieder auf den Anbauflächen landen und dient dort als Dünger.
Zoo: Futter und Spielzeug für Elefanten und Co.
Manche Händler geben übrig gebliebene Bäume an Zoos. Elefanten, Giraffen und andere Tiere fressen die Nadeln und spielen mit den Bäumen. Die Tiere nutzen sie auch zur Hautpflege oder als Rückenkratzer.
Dafür gelten aber strenge Regeln. Die Bäume müssen unbehandelt und bio-zertifiziert sein. Auf konventionell angebauten Bäumen können Pflanzenschutzmittel sein, die den Tieren schaden. Außerdem dürfen keine Netze, Lametta oder Schmuck mehr dran sein. Der Tierpark Hellabrunn in München bekommt zum Beispiel jedes Jahr Nordmanntannen vom Flughafen München. Gebrauchte Bäume aus Privathaushalten nehmen Zoos in der Regel nicht an.
Zu verschenken: Christbäume für Bedürftige und als Brennholz
Teils verschenken Händler ihre Bäume kurz nach Heiligabend. Sie gehen dann an Menschen, die sich selbst keinen Baum leisten konnten, oder an alle, die das Holz als Brennholz nutzen wollen. Fragt am besten direkt am Verkaufsstand nach.
Trauerkränze: Aus Zweigen wird Grabschmuck
Aus den Zweigen der übrig gebliebenen Bäume lassen sich Kränze binden. Dazu schneiden die Händler die Zweige ab. Großhändler kaufen sie ihnen ab, Gärtnereien verzieren die Kränze und verkaufen sie als Grabschmuck.
Und was ist mit eurem Baum?
Euer Baum nach Weihnachten ist ein Fall für die Entsorgung. Wie ihr ihn richtig loswerdet und wann er abgeholt wird, lest ihr in unserem Christbaum-Guide. Wer seinen Baum noch einmal verwerten will, findet dort auch Upcycling-Ideen. Aus den Nadeln könnt ihr sogar Kräutersalz, Sirup, Tee und Likör machen. Die Rezepte dazu haben wir in einem eigenen Artikel "Christbaum essen?! Mit diesen Rezepten muss euer Baum nicht in die Tonne" zusammengestellt.
- Welche Sorte zu euch passt und wie der Baum frisch bleibt, steht im Christbaum-Guide.
- Und euer eigener Baum nach dem Fest? So könnt ihr den Christbaum entsorgen]
- Was ein Baum in diesem Jahr kostet, steht bei den Christbaum-Preisen 2026.
Mehr rund um den Christbaum
Wie ihr den perfekten Baum findet, ihn richtig pflegt und nach den Feiertagen entsorgt, erfahrt ihr im großen ANTENNE BAYERN Christbaum-Guide. Weihnachtsradios, Rezepte, Geschenktipps und mehr gibt es auf der Weihnachtsseite von ANTENNE BAYERN.