27.06.2022 | Haus & Garten Grillen zuhause: Das ist nicht erlaubt

Sommer, Sonne, Grillen: Das gilt für viele Menschen. Doch gibt es da nicht Regeln? Darf man überall grillen? Wir erklären euch, worauf ihr achten müsst.

Foto: Pam Menegakis/unsplash

Sommerzeit ist Grillzeit. Doch gegrillt wird nicht nur im Garten, sondern auch auf dem Balkon. Ist Grillen auf dem Balkon überhaupt erlaubt? 

Kann sich der Nachbar beschweren?

Ein "Grillgesetz" gibt es nicht. Es gelten das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), das sogenannte Nachbarrechtsgesetz und landesrechtliche Regelungen. Dadurch gelten nicht überall die gleichen Regeln. Grundsätzlich dürft ihr also auf eurem Balkon grillen, aber ihr seid zu der gegenseitigen Rücksichtnahme verpflichtet. Die Nachbarn dürfen also nicht durch Rauch oder Ruß vom Holzkohlegrill beeinträchtigt werden. Beim Grillen kann es sich sonst um einen Verstoß gegen das Immissionsschutzgesetz handeln. Das ist dann der Fall, wenn sich euer Nachbar von Geruch und/oder Qualm gestört fühlt.

Wann ist das Grillen auf dem Balkon verboten?

Grillen auf dem Balkon ist verboten, wenn es in der Hausordnung oder im Mietvertrag steht. Auch das Grillgerät darf im Mietvertrag festgehalten werden. So kann dort beispielsweise stehen, dass das Grillen auf Holzkohle verboten ist. Wenn ihr eurem Mietvertrag steht, dass Grillen auf dem Balkon grundsätzlich verboten ist, dürft ihr auch keinen Gas- oder Elektrogrill auf dem Balkon benutzen.

Wie oft darf man auf dem Balkon grillen?

Wie oft gegrillt werden darf, ist nicht festgelegt. So befand das Amtsgericht Bonn, dass der Vermieter verpflichtet sei, darauf hinzuwirken, dass nur einmal pro Monat gegrillt werden darf und das Grillen 48 Stunden vorher angekündigt werden muss. Das Amtsgericht Westerstede hingegen erlaubte das Grillen bis zu zehnmal im Jahr. Wie oft man Grillen darf, ist also ein sehr individuell zu beurteilender Sachverhalt wo es immer auf den Einzelfall ankommt.

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