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Datenschutz: Das weiß das Internet über dich

Wir alle wissen: Wann immer wir im Netz surfen, hinterlassen wir einen digitalen Fußabdruck. Doch was weiß das Internet wirklich über mich?

Frau gibt Passwort ein Verbraucherschutz Foto: Prae_Studio/Adobe Stock

Beim Surfen im Internet hinterlasst ihr unauslöschliche Spuren, die für Webseitenbetreiber und potenzielle Angreifer sichtbar sind. Sensible Daten können schnell in falsche Hände geraten, wenn ihr nicht vorsichtig seid. Daher ist es wichtig, sich aktiv mit dem persönlichen Datenschutz und der Datenweitergabe im Internet auseinanderzusetzen.

Selbstcheck: Was weiß das Internet über dich?

Es ist wichtig zu wissen, welche Informationen das Internet bereits über euch gesammelt hat. Plattformen wie Google und Facebook geben euch die Möglichkeit, deine gespeicherten Daten einzusehen und gegebenenfalls zu löschen, so die Bundeszentrale für politische Bildung.

Google

  • Suchanfragen: Google speichert Suchanfragen, erstellt Trendprofile und zeichnet Suchhistorien auf.
  • Standortverlauf: Google Maps zeichnet besuchte Orte auf. Der Standortverlauf kann pausiert oder gelöscht werden.
  • App-Nutzung: Google verfolgt auch die Nutzung von Apps. Dies kann in den Aktivitätseinstellungen deaktiviert werden.
  • Videos und Webseiten: Das Aktivitätenprotokoll zeigt angesehene Videos und besuchte Webseiten. Die Option kann in den Aktivitätseinstellungen deaktiviert werden.
  • Im "Google-Dashboard" auf Google.com habt ihr einen Überblick über eure Kontodaten, könnt diese verwalten und herunterladen. Aktivitäten findet ihr in der "Google-Chronik".

Facebook

  • Persönlichkeitsprofil: Facebook nutzt Interaktionen, um ein Persönlichkeitsprofil zu erstellen. Interessen können in den Anzeigeeinstellungen überprüft und verwaltet werden.
  • Aktivitäten: Das Aktivitätenprotokoll zeigt alle Aktionen auf Facebook, wie Likes, Shares und Kommentare.
  • Unter "Einstellungen" --> "Deine Facebook-Informationen" könnt ihr gespeicherte Daten einsehen und herunterladen.

WhatsApp, Instagram, Snapchat, TikTok

  • WhatsApp: Für eure WhatsApp-Daten öffnet ihr einfach die App. Unter "Einstellungen"-->"Account"-->"Account-Info anfordern" könnt ihr den Ordner mit euren Daten nach ca. 2 bis 3 Tagen herunterladen.
  • Instagram: Um eure Instagram-Nutzerdaten anzufordern, findet ihr in den Profil-Einstellungen unter dem Abschnitt "Privatsphäre und Sicherheit" die Auswahl "Daten-Download". Die Auswahl müsst ihr mit eurem Passwort bestätigen.
  • Snapchat: Eure Snapchat-Daten könnt ihr nicht in der App herunterladen. Loggt euch dafür im Webbrowser in eurem Account ein. Unter "Meine Daten" könnt ihr dann eine Anfrage senden und bekommt eure Daten per Mail zugeschickt.
  • TikTok: Bei der App TikTok gibt es bisher noch keine einfache Anforderungsoption für deine gespeicherten personenbezogenen Daten.

Tipps für den Schutz eurer Daten

Schritt 1: Passwörter und Logins

  • Passwort-Manager nutzen: Das Hasso-Plattner-Institut berichtet, dass beliebte Passwörter wie "123456789" weiterhin unsicher sind. Hier kann ein Passwort-Manager helfen, komplexe Passwörter zu generieren und zu verwalten
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung: Die Einrichtung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) erhöht die Sicherheit bei der Anmeldung erheblich. Einige Passwort-Manager bieten ebenfalls 2FA-Funktionen.
  • Mehrere E-Mail-Adressen verwenden: Verwendet verschiedene E-Mail-Adressen für unterschiedliche Zwecke, um die Verbreitung sensibler Daten zu minimieren. Achtet darauf, keine persönlichen Informationen in E-Mail-Adressen für soziale Netzwerke oder Gewinnspiele zu hinterlegen.

Schritt 2: Alles rund um euer Gerät

  • Updates installieren: Haltet Software und Betriebssysteme auf dem neuesten Stand, um Sicherheitslücken zu schließen. Installiert empfohlene Updates für Smartphone, PC, Laptop und Smart TV.
  • Apps ausmisten: Überprüft regelmäßig, welche Apps ihr wirklich nutzt, und entfernt unnötige Anwendungen. Dies reduziert die Datenmenge, die im Hintergrund gesammelt wird.
  • Virenschutz einrichten: Installiert einen zuverlässigen Virenschutz, der auch für Smartphones verfügbar ist. Haltet die Schutzsoftware immer aktuell, besonders wenn ihr Online-Banking oder andere Dienste mit sensiblen Daten nutzt.

Schritt 3: Verhalten im Internet

  • Cookies löschen und Privatsphäre einstellen: Achtet auf die Cookie-Einstellungen und löscht regelmäßig gespeicherte Cookies. Nutzt Anti-Tracking-Programme im Browser, um eure Privatsphäre zu schützen.
  • Browser wechseln: Erwägt alternative Browser, um datenhungrigen Optionen auszuweichen. Passt die Browser-Einstellungen an, um eure Privatsphäre zu verbessern.
  • Datensparsamkeit und Achtsamkeit: Gebt im Internet nur so viele persönliche Daten preis, wie unbedingt notwendig. Lest die AGB von Gewinnspielen und unbekannten Anbietern genau durch und recherchiert bei Unsicherheiten.

Das Internet vergisst nie

Das Internet vergisst nie. Je weniger Daten ihr im Internet verbreitet, desto besser. Handelt dementsprechend auch im Netz. Gebt demnach keine persönlichen Daten an, wenn es nicht nötig ist. Das gilt nicht nur für eure eigenen Daten, sondern auch die eurer Freunde und Familie. pätestens nach Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) bieten die meisten sozialen Netzwerke an, dass ihr alle gespeicherten Daten einsehen, herunterladen und teilweise auch löschen lassen könnt.

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