15.06.2021 | Verbraucherschutz Frisch vs. tiefgekühlt: Diese Beeren sind die Testsieger

Ob im Getränk, im Salat oder einfach so - Heidelbeeren und Himbeeren sind leckere Beeren, die auch noch viele wertvolle Nährstoffe beinhalten. Jetzt zum Sommer gibt's wieder frische Beeren, aber sind das wirklich die besseren? Stiftung Warentest hat getestet: Frisch oder tiefgekühlt - welche Beeren sind am besten?

Foto: Unsplash/ Davies Designs Studio

Tiefkühlbeeren gibt's das ganze Jahre. Aber die frischen Himbeeren und Heidelbeeren vom Busch gibt's nur den Sommer über. Aber welche Beeren sind eigentlich besser? 

Ein neuer Test der Stiftung Warest verglich 29 verschiedene Beeren-Sorten, um herauszufinden, was besser abschneidet: tiefgekühlt oder frisch - Bio oder Nicht-Bio? Hauptsächlich wurde hier hinsichtlich Krankheitserregern und Schadstoffen untersucht. Was genau die Beeren-Sorten außerdem so gesund macht, erklären wir euch weiter unten.

Was Stiftung Warentest sagt

Die gute Nachricht vorweg: Auch wenn die süßen Beeren immer wieder mal in Verbindung mit Hepatitis-Erregern und Noroviren gebracht werden, hat die Stiftung Warentest keine Spuren hiervon in irgendeiner Form bei den getesteten Produkten finden können. Sie waren auch frei von Salmonellen und Listerien. Was sich wiederum ergab: Frische Himbeeren sind besonders anfällig für Schimmelpilze und andere Verderbnis-Keime wie Hefen.

Gute Nachrichten für Tiefkühl-Begeisterte und Rohkost-Liebhaber zugleich: Rückstände von Pflanzenschutzmitteln waren in keinem der Bio-Produkte nachweisbar. Bei den Nicht-Bio-Produkten wurden die Werte auch als gut oder sehr gut eingestuft. 

Fazit

Bei den Himbeeren hat sich gezeigt, dass die TK-Beeren weniger keimbelastet sind als frische. Bei den Heidelbeeren allerdings nehmen sich beide Varianten nichts - hier schnitten tiefgefrorene und frische Beeren ähnlich gut ab. Insgesamte Testsieger sind die tiefgekühlten Bio-Heidelbeeren von Lidl (von Bio Organic) und Kaufland (von K-Bio). 

Tipps zur Aufbewahrung

Dass frische Beeren anfälliger für Schimmelpilze sind, ist durchaus naheliegend - aber genau hier könnt ihr selbst Abhilfe schaffen. Friert eure Beeren doch einfach selbst ein! So sind sie länger haltbar und ihr habt sie bequem für den nächsten Smoothie zur Hand. Wenn ihr sie nicht einfrieren wollt, bietet es sich zumindest an, die frischen Beeren in Gemüsefach im Kühlschrank zu legen oder auch einfach nur in den kühlen Keller. 

Warum sind Beeren so gesund?

Ob Heidelbeeren oder Himbeeren - Beeren haben nicht nur viele Vitamine, sondern auch viele Antioxidanten, die dem Alterungs-Prozess vorbeugen sollen. Jede Beeren-Art hat ihre eigenen Stärken. So sticht zum Beispiel die Johannisbeere als besonders reich an Vitamin C heraus.

Ein genauer Blick auf die Nährwerte von Himbeeren & Heidelbeeren:

Himbeeren

Wusstet ihr, dass die Himbeere mit der Rose verwandt ist? Jedenfalls haben Himbeeren - so wie die Früchte von Rosen, Hagebutten - auch viel Vitamin C: 100 Gramm Himbeeren decken rund ein Viertel des täglichen Vitamin C-Bedarfs. Zusätzlich enthalten sie viel Kalium und Ballaststoffe: namentlich den Ballaststoff Pektin, der eine gesunde Verdauung unterstützt.

Heidelbeeren

Gut zu wissen: Die weiß-grauliche Schicht auf den frisch eingekauften Heidelbeeren ist ganz normal! Sie ist sogar ein Zeichen dafür, dass sie frisch sind. Denn dies dient als natürlicher Schutz vorm Austrocknen. Ähnlich machen das auch Pflaumen. Heidelbeeren sind reich an Ballaststoffen und enthalten hohe Mengen Vitamin E, das hohem Blutdruck entgegenwirken kann. Außerdem gelten Heidelbeeren als entzündungshemmend, dank des blauen Farbstoffs Myrtillin - ein Anthozyan. Blaubeeren sollen deshalb auch gegen den Alterungsprozess der Haut gut sein. Last but not least: Heidelbeeren tragen - wie Himbeeren auch - zur guten Verdauung bei wegen ihres hohen Gerbstoff-Gehalts.

Ob im Kuchen, tiefgekühlt oder frisch aus dem Garten: ANTENNE BAYERN wünscht euch guten Appetit und einen… wunder-beeren Sommer!

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