09.02.2021 | Verbraucherschutz Glyphosat in Spaghetti: Diese Nudel-Marken fallen durch

Egal ob mit Tomatensauce, Bolognese, Pesto oder als Carbonara, Spaghetti gehen immer und sind der Dauerbrenner in jeder Speisekammer. Auch wenn sie sich geschmacklich oft ähneln, gibt es große Unterschiede bei Qualität, Verarbeitung und Preis. Wir haben sie für euch im Test.

Es ist die Lieblings-Pasta-Sorte der Deutschen und wir essen jährlich knapp 8 Kilo davon: Spaghetti! 

Mal mit, mal ohne Löffel, mal mit ausgefallenen Saucen oder auch einfach mal ganz entspannt als Pesto. Spaghetti sind aber nicht gleich Spaghetti! Bei Qualität und Rückständen spaltet sich das Spektrum ganz schnell auf. Viele Spaghettimarken weisen nämlich Rückstände des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat auf, das als krebserregend gilt. Auch schädliche Mineralölbestandteile und Schimmelpilze kommen dabei immer wieder zum Vorschein. Öko-Test hat 20 verschiedene Marken getestet, dabei waren alle Spaghetti zu 100% aus Hartweizengries.

Testsieger alle in Bio-Qualität

Es wundert einen wohl kaum, dass die Testsieger in diesem Fall in Bioqualität sind. Denn wo nicht gespritzt werden darf, dort kommt auch kein Glyphosat zum Einsatz. 

Am besten schnitten dabei die "Spaghetti No. 3" der Marke Alnatura ab. Hier wurden keinerlei Rückstände von Schadstoffen nachgewiesen, sie wurden sogar für ihre leichte Bissfestigkeit und eine glatte Textur gelobt. Ab 79 Cent findet man sie im Supermarkt. 

Auf Platz zwei kommen laut Öko-Test die "Dennree Spaghetti", die ebenfalls ab 79 Cent/500g erhältlich sind. Auch hier wurden weder Pestizidbelastungen noch Mineralölbestandteile oder Schimmelpilzgifte nachgewiesen.

Mit einem Gesamturteil von "sehr gut" wurden außerdem auch die "Bioladen Spaghetti" der Marke Weiling prämiert. Diese findet man für 1.09 Euro im Supermarkt. Laut Hersteller werden bei der Produktion Bronzeformen verwendet, die die Oberfläche der Pasta aufrauen. Das sorgt dafür, dass sich die Nudeln besser mit der Sauce verbinden können. Allerdings stellt Öko-Test auch leichte Spuren von Schimmelpilzgiften fest. 

Diese Produkte fallen durch

In fast allen Nicht-Bio-Spaghetti konnte Öko-Test Spuren vom Pflanzenbekämpfungsmittel Glyphosat und andere Schadstoffe nachweisen. 

So auch bei einer der bekanntesten Pasta-Marken Barilla. Neben Glyphosat in den Nudeln wurde dem Hersteller allerdings auch vorgeworfen unrealistische Packungsangaben mit kleinen Portionsgrößen anzugeben, die nicht die Realität abbilden. 

Mangelhaft schneiden außerdem die "Gut & Günstig Spaghetti No. 5" der Eigenmarke von Edeka ab. Hier wurden Glyphosat, leicht erhöhte Werte an Mineralölbestandteilen und Schimmelpilzgifte festgestellt. 

Das Schlusslicht im Öko-Test bilden die Penny Spaghetti mit der Gesamtwertung "ungenügend". Auch hier wurden Glyphosat und Schimmelpilz-Giftspuren nachgewiesen. Der Wert an schädlichen Mineralölbestandteilen ist laut Testergebnis sogar stak erhöht.