Winterwetter sorgt für Unfälle – Glatteis-Warnung für Montag
Auf Bayerns Straßen kommt es am Wochenende wieder zu vielen Unfällen. Und am Montag droht erneut Glatteis auf den Straßen.
München (dpa/lby) - Am Wochenende ist es wegen des Winterwetters erneut zu zahlreichen Unfällen auf Bayerns Straßen gekommen. Die Polizei meldete viele Blechschäden, vereinzelt gab es auch Verletzte. Am Sonntag zeigte sich vielerorts im Freistaat die Sonne bei frostigen Temperaturen. Am Montagmorgen erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) dann Niederschläge, die auf den kalten Böden gefrieren. Für weite Teile Bayerns warnt der DWD vor Glatteis. «Es ist mit erheblichen Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen zu rechnen», heißt es.
Aus allen Landesteilen berichtete die Polizei am Sonntag von etlichen Unfällen und Problemen auf den Straßen wegen der winterlichen Verhältnisse. So kam es in Oberstdorf (Landkreis Oberallgäu) auf der Bundesstraße 19 nach Polizeiangaben zu einem Verkehrschaos: Viele Fahrzeuge missachteten die Schneekettenpflicht, gerieten ins Rutschen oder blieben stecken. In Aichen (Landkreis Günzburg) wurden zwei Frauen verletzt beim Zusammenprall zweier Autos. Eines davon wurde durch einen Gartenzaun und gegen eine Hauswand geschleudert.
Mehrere Verletzte nach Glätteunfällen
Ein 31-Jähriger kam in Deining (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) von der verschneiten Straße ab und überschlug sich. Er und seine beiden Mitfahrer wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
In Mittelfranken fuhr eine 30-Jährige bei Schneematsch gegen einen Baum und wurde leicht verletzt. Ein 19-Jähriger rutschte im Landkreis Ansbach in den Gegenverkehr und fuhr gegen ein Schneeräumfahrzeug. Im oberfränkischen Coburg rutschte eine Fahrerin in den Straßengraben und ihr Auto musste mit einem Kran geborgen werden. In Hof kam eine 76-Jährige mit ihrem Auto der Polizei zufolge von der glatten Straße ab, durchbrach einen Zaun und krachte an eine Hauswand. Die Fahrerin blieb zum Glück unverletzt.
Lawinengefahr am Sonntag in den Allgäuer Alpen
Vorsicht galt am Wochenende allerdings nicht nur auf den Straßen, sondern auch für Wintersportler: Oberhalb der Waldgrenze ist die Lawinen-Gefahr nach Einschätzung des Lawinenwarndienstes nun groß, das entspricht der Warnstufe vier von fünf. Unterhalb der Waldgrenze ist die Lawinengefahr erheblich, was der Warnstufe drei von fünf entspricht. Besonders betroffen sind den Angaben nach die Allgäuer Alpen. In den Alpen starben zuletzt mehrere Menschen nach Lawinenabgängen.