Entscheidung zu Synodalkonferenz offen: Wilmer rät zu Geduld
Eine Synodalkonferenz, in der Bischöfe und Laien gleichermaßen entscheiden dürfen, soll Reformen in der Kirche vorantreiben. Mit einer ersten Sitzung im November wird es wohl nicht klappen.
Würzburg (dpa) - Noch ist unklar, ob der Vatikan die Pläne für eine katholische Synodalkonferenz von Laien und Bischöfen in Deutschland billigt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Heiner Wilmer, riet zu Geduld: «Ich bin hier zuversichtlich, aber wir brauchen etwas Geduld», sagte er auf dem Katholikentag in Würzburg dem Sender Phoenix.
Ursprünglich war die Rede davon, dass die Synodalkonferenz im November erstmals zusammenkommen könnte. Nun sagte Wilmer: Er gehe nicht davon aus, dass das klappt. Die Satzung gehe derzeit noch im Vatikan «von Dikasterium zu Dikasterium».
In dem neuen bundesweiten Gremium sollen Bischöfe und Laien gleichberechtigt beraten und entscheiden. Die 27 Diözesanbischöfe sollen der Konferenz angehören, dazu sollen ebenso viele Mitglieder des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) kommen und noch einmal 27 Mitglieder, die gewählt werden. Die Satzung hatte Wilmer im Frühjahr im Vatikan vorgelegt.