Große Suche nach Mann im Eisbach - Vermisster längst daheim
Ein Mann springt in den Eisbach in München und kommt nicht zu seiner Kleidung zurück. Ein Freund ruft die Polizei, die eine Suche startet. Die könnte für den Vermissten teuer werden.
München (dpa) - Hubschrauber, Drohne, Taucher: Mit einem Großaufgebot haben Einsatzkräfte im Englischen Garten in München nach einem vermissten Schwimmer gesucht – doch der ist längst zu Hause gewesen. Der 36-Jährige stieg Polizeiangaben zufolge am Dienstagabend in den Eisbach und wollte sich treiben lassen. Als er nicht zurückkehrte und seine Kleidung am Ufer lag, alarmierte ein Bekannter die Beamten.
Rund anderthalb Stunden lang suchten Einsatzkräfte nach dem Mann – bis sie ihn wohlbehalten an seiner Wohnanschrift im Landkreis Fürstenfeldbruck trafen. Er hatte das Bad beendet und war laut einem Polizeisprecher wohl nur mit der Badehose bekleidet nach Hause gegangen, ohne jemanden zu informieren.
Der Bekannte gab an, dass die beiden zuvor «sehr viel Bier und Wodka getrunken hatten». Ein Alkoholtest wurde laut dem Polizeisprecher nicht durchgeführt. Als die Beamten den 36-Jährigen zu Hause fanden, konnte er demnach wegen seines Zustands nicht befragt werden. Wie er es nach Hause schaffte, war zunächst nicht bekannt. Ob er die Kosten des Einsatzes tragen muss, soll nun geklärt werden.