Hitze in Bayern: So sorgen die Tierparks für Abkühlung – von Eisbomben bis Planschbecken
Die aktuelle Hitzewelle macht nicht nur uns Menschen zu schaffen – auch die Tiere in Bayerns Tierparks suchen Abkühlung. Von Eisbomben über Planschbecken bis zu schattigen Rückzugsorten: Wie Bären, Alpakas, Elefanten und viele andere Tiere mit den hohen Temperaturen umgehen, erfahrt ihr hier.
Die Hitze in Bayern stellt auch die Tiere in den Tierparks vor besondere Herausforderungen. Damit Bären, Alpakas, Elefanten und viele andere Arten gut durch die heißen Tage kommen, setzen die Parks auf verschiedene Maßnahmen zur Abkühlung.
Wasser, Schatten und Eisbomben: So kühlen sich die Tiere ab
In allen Tierparks in Bayern ist Wasser aktuell besonders gefragt – ob als Trinkwasser, Eis oder zum Baden. Viele Tiere liegen im Schatten, um der Sonne zu entkommen. Im Vogel- und Tierpark Abensberg genießen die Alpakas ein eigenes Planschbecken, während die Schweine mehrmals täglich mit Wasser abgeduscht werden. Auch im Burgbergtierparadies im Allgäu freuen sich Alpakas über regelmäßige Duschen, und Schweine entspannen in Wasserwannen. Im Tierfreigelände des Nationalparks Bayerischer Wald können sich die Tiere in schattige Waldstücke zurückziehen oder in Wassersuhlen und Teichen abkühlen. Besonders beliebt sind dort Futter-Eisbomben, die zum Beispiel den Bären und Baummardern angeboten werden. Auch im Münchener Tierpark Hellabrunn gibt es Eisbomben aus gefrorenem Obst – eine willkommene Erfrischung für Giraffen, Erdmännchen und Stachelschweine. Im Wildpark Poing wird die Fütterung angepasst, um die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen – zum Beispiel durch einen höheren Anteil wasserhaltiger Nahrung wie Salat oder Gurken.
Individuelle Strategien für jede Tierart
Im Tiergarten Straubing suchen viele Tiere instinktiv schattige Plätze auf und sind vor allem morgens und abends aktiv. Wasserflächen wie Weiher und Bäche bieten zusätzliche Abkühlung, besonders für Braunbären, Tiger und Yaks. Auch die Brillenpinguine und Fischotter nutzen die Wasserflächen gerne. Im Augsburger Zoo werden Elefanten mit dem Schlauch abgebraust, Schimpansen knabbern an gefrorenen Smoothies und Nashörner genießen ein Schlammbad. Die Alpakas werden im Frühjahr geschoren und bekommen an heißen Tagen eine kalte Dusche. Im Wildpark Poing haben fast alle Tiere Zugang zu Bächen, Wasserlöchern oder Seen. Zusätzlich gibt es Eisbomben, die nicht nur kühlen, sondern auch für Beschäftigung sorgen.
Schattige Rückzugsorte und kreative Abkühlung
Viele Tierparks in Bayern achten darauf, ausreichend Schattenplätze und frisches Wasser bereitzustellen. Im Burgbergtierparadies im Allgäu werden gefrorene Obststricke an die Gehege gehängt, an denen Ziegen, Schafe, Esel, Ponys und Alpakas gerne schlecken. Neue Bäume, Pavillons und Sonnenschirme sorgen für zusätzliche Schattenplätze. Auch im Nationalpark Bayerischer Wald profitieren die Tiere von der naturnahen Gestaltung der Gehege, die viele Rückzugsmöglichkeiten bieten. Im Tierpark Hellabrunn sorgen Sprinkleranlagen und Badebecken für Abkühlung bei Roten Pandas, Elefanten und Eisbären. Die Gorillas und Schimpansen nutzen gerne die kühlen Turmleitern zwischen Innen- und Außengehege.