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Hitzeschutz in Bayern: Trinkwasserbrunnen, Begrünung und innovative Projekte unserer bayerischen Städte

Die Sommer werden heißer – und viele Städte in Bayern reagieren mit gezielten Maßnahmen für mehr Hitzeschutz. Von Trinkwasserbrunnen über Begrünung bis hin zu innovativen Projekten: Hier erfahrt ihr, wie München, Augsburg, Straubing, Regensburg und viele weitere Städte ihre Bürger vor Hitze schützen. Alle Informationen dazu gibt’s hier.

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Sommerhitze Bayern Sven Hoppe/dpa

Die Städte in Bayern setzen auf vielfältige Maßnahmen, um ihre Bürger vor den Folgen von Sommerhitze zu schützen. Im Fokus stehen dabei Trinkwasserbrunnen, Begrünung, schattige Aufenthaltsbereiche und innovative Projekte. Hier ein Überblick, wie einzelne Städte vorgehen:

Trinkwasserbrunnen und kostenlose Wasserversorgung

In vielen bayerischen Städten gibt es inzwischen kostenlosen Zugang zu Trinkwasser, vor allem über öffentliche Brunnen und Refill-Stationen. München hat aktuell rund 90 Trinkwasserbrunnen, bald sollen es etwa 100 sein. Augsburg verteilt an heißen Tagen wiederbefüllbare Flaschen und informiert in Faltplänen über die Brunnenstandorte. In Straubing, Landshut, Regensburg und Passau wurden an zentralen Plätzen neue Brunnen installiert, teils auch mobile. Sonthofen und Weiden setzen zusätzlich auf Refill-Stationen in Geschäften. Würzburg verfügt über acht Trinkbrunnen in der Innenstadt und 64 Refill-Stationen, und in Fürth kommen fortlaufend neue Trinkwasserspender und Sprühnebelanlagen hinzu.

Begrünung, schattige Plätze und Entsiegelung

Viele bayerische Städte nutzen mehr Grün und Wasser, um sich gegen Hitze zu wappnen. In Straubing, Landshut, Regensburg und Passau werden Plätze entsiegelt, neue Bäume gepflanzt, Wasserspiele und mobile Pflanztröge eingesetzt, um Schatten zu schaffen und das Mikroklima zu verbessern. Augsburg, Memmingen und Freising setzen auf klimaresilientes Stadtgrün, smartes Gießmanagement, vernetzte Grünflächen und möglichst wenig Versiegelung, damit Regenwasser besser versickern kann. Bayreuth und Fürth schaffen schattige Aufenthaltsbereiche mit Brunnen und Fontänenfeldern, pflanzen zahlreiche Bäume und nutzen Parks und Kaltluftschneisen zur Abkühlung der Innenstadt – teils auch mit aktiver Beteiligung der Bürger.

Sprühnebelanlagen und Wasserspiele

Sprühnebelanlagen sorgen in Straubing und Passau für Erfrischung an heißen Tagen. In Regensburg kommt eine Sprühnebel-Anlage nächste Woche auf den Neupfarrplatz. Fürth installiert im Juli drei Sprühnebelanlagen an besonders überhitzten Standorten. Dazu hat Straubing ein neues barrierefreies Wasserspiel auf dem Theresienplatz eingeweiht, das zum Erfrischen einlädt. In Fürth sorgt ein neues Fontänenfeld in der Fußgängerzone für Abkühlung. Augsburg setzt auf smarte Lösungen wie Sensoren und digitale Steuerung beim Gießen von Bäumen und Grünflächen, um Wasser und Ressourcen zu sparen.

Kühle Orte, Informationsangebote und Hitzewarnungen

Viele Städte erstellen Karten mit kühlen Orten wie Parks, Grünanlagen und Trinkbrunnen. Straubing bietet eine Übersichtskarte mit kühlen Orten und Trinkbrunnen. Landshut hat die Trinkwassersäulen im digitalen Stadtplan hinterlegt. Fürth hat eine Karte der kühlen Orte im Geoportal eingerichtet. Würzburg identifiziert aktuell kühle Orte, die als Unterstützungsangebote während heißer Phasen dienen sollen. München bietet interaktive Karten zu Trinkwasserbrunnen und kühlen Orten wie Parkanlagen und öffentlich zugänglichen Innenräumen. Die Städte informieren ihre Bürger regelmäßig über Hitzebelastung und Hitzeschutz – etwa über Websites, Social Media, Plakataktionen oder spezielle Broschüren. Straubing setzt auf eine Kommunikationskaskade zu Hitzewarnungen und informiert gezielt Ärztinnen und Ärzte, Apotheken, Pflegeeinrichtungen sowie die Bevölkerung.

Hitzepatenschaften, Workshops und Unterstützung für vulnerable Gruppen

Straubing hat Hitzepatenschaften eingeführt: Ehrenamtliche unterstützen Seniorinnen und Senioren sowie Personen mit Unterstützungsbedarf während Hitzetagen. In Kempten sollen ehrenamtliche Hitzepaten besonders gefährdete Gruppen schützen. Fürth bietet Workshops für Senioren zum Thema Hitze und Klimaanpassung an. In Augsburg gibt es kühle Räume in Tagesaufenthalten wie der Bahnhofsmission, der Wärmestube oder dem „beTreff“.

Stadtklimaanalyse, Messstationen und wissenschaftliche Begleitung

Straubing hat eine Stadtklima-Messstation eingerichtet, um Klimadaten wie Lufttemperatur, Luftfeuchte und Wind zu erfassen. Bayreuth verfügt über eines der dichtesten Messnetzwerke hochwertiger Wetterstationen von Mittelstädten in Deutschland. Die Universität Bayreuth misst den Verlauf der Wetterbedingungen und analysiert heiße und kühle Orte. Fürth nutzt die Ergebnisse der Stadtklimaanalyse für künftige Hitzeschutz- und Anpassungsmaßnahmen.

Weitere Maßnahmen und Ausblick

Viele Städte planen weitere Maßnahmen: In Landshut ist ein klimawirksames Fontänenfeld für die Fußgängerzone in Planung. Regensburg setzt auf langfristige bodengebundene Bepflanzungen und nachhaltige Stadtentwicklung. Dazu werden im Juli begrünte Schirme mit Sitzgelegenheiten aufgestellt. In Freising werden zeitnah vier weitere Trinkbrunnen errichtet.

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