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Hoffenheim unter Zugzwang - Baumann vor Meilenstein

Um die Champions League noch zu erreichen, darf sich die TSG Hoffenheim kaum noch Ausrutscher leisten. Christian Ilzer ist als Mentalcoach gefordert.

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Christian Ilzer Uwe Anspach/dpa

Zuzenhausen (dpa/lsw) - Im Endspurt um die Champions-League-Plätze muss die TSG Hoffenheim den Negativtrend der letzten Wochen stoppen und dringend wieder in die Erfolgsspur kommen. «Wir brauchen nicht herumeiern. Wir wollen das Spiel gewinnen», sagte Coach Christian Ilzer vor der Bundesliga-Partie am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) beim FC Augsburg.  

Sechs Spieltage vor Saisonschluss sind die Kraichgauer unter Zugzwang geraten, soll die Qualifikation für die äußerst lukrative Königsklasse noch gelingen. In den vergangenen sechs Spielen Partien gingen die Hoffenheimer viermal als Verlierer vom Platz. Nur beim Schlusslicht Heidenheim konnte gewonnen werden. Dennoch sind die für das Erreichen der Champions League nötigen Tabellenplätze drei und vier bei drei Punkten Rückstand noch in Reichweite. 

Ilzer als Mentalcoach gefordert

«Wir versuchen natürlich, sehr klar zu bleiben, nichts zu kompliziert darzustellen. Es gilt, Dinge, die wir verändern wollen, gemeinsam zu erarbeiten und aufzuzeigen. Aber natürlich gilt es auch, vieles zu bestärken, was uns auszeichnet», sagte der Österreicher. Gerade in schwierigeren Phasen sei es wichtig, zu wissen, woher man käme, welche Qualitäten man habe und was die eigenen Stärken seien. «Das haben wir den Jungs klar dargestellt», sagte Ilzer. 

Die Ergebniskrise ist für ihn zudem kein Maßstab. Für ihn sei es auch ein Erfolg, das Gefühl zu haben, die Mannschaft ist konstant siegfähig, betonte er. «Es gibt über die Saison Siege, die einen in den Schoß fallen und dann gibt es schwächere Siege und gute Niederlagen», sagte der 48-Jährige. Allerdings hatte die TSG auswärts zuletzt ein 0:5 bei RB Leipzig kassiert. 

Besondere Auszeichnung für Baumann

Gegen einen sehr kompakt verteidigenden Gegner hofft er, dass sein Team die Leistung abrufen kann, um «ein Momentum im Vergleich zu den letzten Spielen zu kreieren, indem wir hinten konsequent sind und vorn die nötige Lockerheit mitbringen, um in unsere Qualitäten zu kommen.»

Unabhängig vom Spielausgang hat zumindest Oliver Baumann einen Grund zur Freude: Der Kapitän und Nationaltorwart rückt mit einem Einsatz in die Top 10 der Profis mit den meisten Bundesligaeinsätzen auf. Der 35-Jährige würde in Augsburg zum 518 Mal im Oberhaus zwischen den Pfosten stehen.

© dpa-infocom, dpa:260409-930-922917/1