Jakobskreuzkraut breitet sich in Bayern aus: Warum die gelbe Pflanze gefährlich ist und wie ihr sie richtig bekämpft
Leuchtend gelb blüht es an vielen Straßenrändern in Bayern – das Jakobskreuzkraut. Was auf den ersten Blick schön aussieht, ist für Mensch und Tier gefährlich. Warum ihr das Kraut unbedingt bekämpfen solltet und wie das am besten gelingt, lest ihr hier.
Das Jakobskreuzkraut fällt aktuell durch seine gelben Blüten an Straßenrändern und auf Wiesen in Bayern auf. Die Pflanze ist nicht nur robust und anspruchslos, sondern auch giftig – für Mensch und Tier. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Coburg-Kulmbach gibt wichtige Hinweise, wie ihr das Jakobskreuzkraut erkennt und bekämpft.
Warum ist Jakobskreuzkraut gefährlich
Das Jakobskreuzkraut enthält sogenannte Pyrrolizidin-Alkaloide und Senecionine. Diese Stoffe können die Leber schädigen und reichern sich im Körper an. Besonders gefährdet sind Weidetiere wie Pferde, Rinder und Schafe, aber auch für Menschen kann das Kraut schädlich sein.
Wo wächst Jakobskreuzkraut besonders häufig?
Die Pflanze bevorzugt trockene und nährstoffarme Standorte. Ihr findet sie vor allem auf Brachflächen, an Straßenrändern und auf extensiv genutzten Wiesen und Weiden. Durch die anhaltende Trockenheit und offene Bodenstellen kann sich das Jakobskreuzkraut aktuell besonders stark ausbreiten.
Wie kann man Jakobskreuzkraut bekämpfen?
- Vorbeugung: Eine dichte Grasnarbe schützt am besten. Achtet auf ausreichende Düngung, Kalkung und regelmäßige Pflege der Flächen.
- Schnittzeitpunkt: Mäht und mulcht die Flächen vor der Samenbildung, also vor August. Bei zwei Schnitten pro Jahr sollte der erste zur beginnenden Vollblüte erfolgen.
- Mechanische Entfernung: Einzelne Pflanzen könnt ihr mit der Wurzel ausstechen und komplett entfernen.
- Nachsaat: Lücken im Bewuchs sollten schnell nachgesät werden, damit kein offener Boden bleibt.
- Chemische Bekämpfung: Nur wenn andere Maßnahmen nicht wirken und nur auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen erlaubt.
Was ist bei der Entfernung zu beachten?
Nach dem Mähen oder Mulchen kann das Jakobskreuzkraut schnell wieder austreiben. Es kann also nötig sein, die Flächen mehrfach zu bearbeiten. Wichtig: Entfernt das Pflanzenmaterial vollständig, damit keine Samen nachreifen.
Auch Kommunen sind gefragt
Nicht nur Landwirte, sondern auch Kommunen sollten aktiv werden und betroffene Flächen rechtzeitig bearbeiten. Informiert eure Gemeinde, wenn ihr Jakobskreuzkraut auf öffentlichen Flächen entdeckt.