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Klebebandhersteller Monta beantragt Insolvenzverfahren

Monta setzt auf Eigenverwaltung, um die Sanierung fortzusetzen. Der Geschäftsbetrieb läuft weiter, auch der Hauptfinanzierer steht nach Firmenangaben hinter dem Kurs.

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Insolvenz Jonas Walzberg/dpa

Immenstadt (dpa) - Der Allgäuer Klebebandhersteller Monta hat nach eigenen Angaben ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Laut Mitteilung des Unternehmens soll nun ein Gutachten klären, ob die Voraussetzungen für eine Eigenverwaltung vorliegen. Der Geschäftsbetrieb bei Monta läuft weiter. 

Ziel des beantragten Verfahrens ist es, die bereits begonnene Sanierung «konsequent weiterzuverfolgen und das Unternehmen finanziell nachhaltig neu aufzustellen». Die Eigenverwaltungsplanung sehe eine Finanzierung bis mindestens Ende Januar 2027 vor. Laut Monta hat auch der Hauptfinanzierer seine Bereitschaft erklärt, die Fortführung in Eigenverwaltung zu unterstützen. Langfristig sucht Monta einen Investor.

Die bereits begonnenen Sanierungsmaßnahmen umfassen unter anderem eine Bereinigung des Produktportfolios. Ausländische Tochtergesellschaften in Ungarn und Rumänien sollen nicht unmittelbar vom Antrag betroffen sein. 

150 Mitarbeiter in Immenstadt

Monta stellt seit mehr als 50 Jahren Klebebänder her. In Immenstadt sind laut Homepage 150 Mitarbeiter beschäftigt. Die Ursprünge des Unternehmens als Bindfadenfabrik gehen aber bis ins Jahr 1855 zurück.

«Die Eigenverwaltung bietet uns den geeigneten Rahmen, um die bereits eingeleitete Sanierung konsequent fortzuführen und Monta nachhaltig neu aufzustellen», sagt Geschäftsführer Lars Böhrnsen. «Dass Finanzierer, maßgebliche Gläubiger, Betriebsrat und Gesellschafter diesen Weg unterstützen, schafft hierfür eine gute Ausgangsbasis.»

© dpa-infocom, dpa:260722-930-420181/1