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Markus Söder setzt auf Imagewandel: Weniger „Söder isst“-Postings, mehr Seriosität auf Social Media – Kritik und neue Strategie nach Kommunalwahlen

Markus Söder stellt seinen Social Media-Auftritt um: Mehr politische Inhalte, weniger "Söder isst". Nach den Kommunalwahlen und Kritik aus der CSU will der Ministerpräsident von Bayern seriöser auftreten. Was steckt dahinter? Alle Informationen dazu gibt’s hier.

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CSU-Chef Söder Peter Kneffel/dpa

Markus Söder verändert seinen Social Media-Auftritt – weniger „Söder isst“-Postings, mehr Seriosität

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder arbeitet aktuell an einem Imagewandel auf seinen Social Media-Kanälen. Statt „Söder isst“-Postings auf Instagram will er künftig seriöser und staatstragender auftreten. Hintergrund sind die wirtschaftlichen und außenpolitischen Herausforderungen, die laut Söder eine Anpassung der Kommunikation erfordern.

Wirtschaftliche und außenpolitische Lage beeinflusst Social Media-Strategie

Söder betont, dass sich die Lage in Bayern und darüber hinaus wirtschaftlich und außenpolitisch von Woche zu Woche verschärft. Deshalb müsse auch die Kommunikation angepasst werden. „Die Lage ist einfach zu ernst“, so Söder.

Auch äußerlich hat sich der CSU-Chef verändert: Der Bart ist ab und Söder greift häufiger zur Krawatte.

Kritik aus der CSU nach Kommunalwahlen

Nach den Kommunalwahlen steht Söder als CSU-Chef unter Druck. Intern gab es stellenweise Kritik an seinem Auftreten im Netz, insbesondere an der „Söder isst“-Kampagne. Söder nimmt diese Stimmen ernst und räumt ein, dass das Umdenken auch mit dem Unmut in der Partei zu tun hat.

Leider verstehen viele Parteimenschen Social Media immer noch nicht.

Social-Media-Expertin Christiane Germann

Social Media-Expertin sieht Strategie auch kritisch

Social Media-Beraterin Christiane Germann bewertet die Kritik aus der CSU skeptisch. Sie erklärt, dass gerade jüngere Menschen Markus Söder wegen seines Social Media-Auftritts wählen. "Leider verstehen viele Parteimenschen Social Media immer noch nicht und kritisieren intern Politiker, die es aus Publikums-Sicht richtig gut machen."

Germann empfiehlt, die Strategie regelmäßig zu überdenken und an die aktuelle Lage anzupassen, ohne dabei die Nähe zur jungen Zielgruppe zu verlieren: "In Krisenzeiten geht lustig in der Politik weniger gut als in 'guten' Zeiten."

Ausblick: Neue Themen und mehr Seriosität

Söder kündigt an, künftig andere Themen in den Vordergrund zu stellen. „Inzwischen weiß aber auch jeder, was ich gern esse. Daher gibt es wirklich andere Themen“, so der Ministerpräsident. Die Social Media-Expertin hofft, dass Söder weiterhin auf seinen Accounts "cool" bleibt und gleichzeitig neue Ideen entwickelt.