München vertieft Bewerbungskonzept für Olympische Spiele
München will die Olympischen und Paralympischen Spiele nach Deutschland holen. Jetzt liegen die vertieften Pläne vor, die den Zuschlag bringen sollen. Wie die Landeshauptstadt punkten will.
München (dpa/lby) - Mit einer noch stärkeren Konzentration der Wettkampfstätten, starkem Fokus auf Nachhaltigkeit und einer «Olympischen Wiesn» will die Stadt München im Rennen um Olympische und Paralympische Spiele punkten. «Es wird großen Wert gelegt auf kurze Wege und kurze Fahrzeiten», sagte der Leiter des Referats für Bildung und Sport, Florian Kraus, bei der Vorstellung des vertieften Bewerbungskonzeptes.
So sollen beispielsweise an der Messe im Osten der Landeshauptstadt neben den Medien auch acht Sportarten inklusive Volleyball ihre Heimat finden. Einige Qualifikationswettkämpfe wie Kugelstoßen und Bogenschießen könnten direkt im Zentrum stattfinden, um nah an den Menschen zu sein. Insgesamt sollen 90 Prozent der Wettkampfstätten innerhalb von 30 Minuten vom olympischen Dorf erreichbar oder maximal 30 Kilometern entfernt sein.
Fokus auf Nachhaltigkeit
Auch das Nachhaltigkeitskonzept soll Sympathien bringen. Es könnten die ersten «zirkulären Spiele» werden, werben die Verantwortlichen. Damit ist eine nachhaltige Stadtentwicklung mit grüner Infrastruktur über klimaneutrale Materialien bis hin zu Zero-Waste-Konzepten gemeint.
München möchte die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 ausrichten. Nächsten Mittwoch soll das vertiefte Bewerbungskonzept dem Stadtrat zur Zustimmung vorgelegt werden.
Die Einreichung der abschließenden Bewerbungsunterlagen beim Deutschen Olympischen Sportbund muss dann bis Anfang Juni erfolgen. Dieser will im September entscheiden, mit welchem Konzept Deutschland ins internationale Rennen geht. Neben München bewerben sich noch Hamburg, Berlin und die Rhein-Ruhr-Region um die Spiele.