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Nach Warnstreik: Nahverkehr in Bayern läuft wieder an

Nach dem 24-Stunden-Streik rollen Bus und Bahn wieder – doch Verdi droht bereits mit neuen Aktionen.

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Verdi-Warnstreiks im Nahverkehr - Bayern Lukas Barth-Tuttas/dpa

München (dpa/lby) - Nach dem 24-stündigen Warnstreik ist der kommunale Nahverkehr am Dienstagmorgen wieder angelaufen. Es herrsche regulärer Betrieb bei U-Bahn, Tram und Bus, teilte etwa die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit. Auch in anderen bayerischen Städten ist der Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte, beendet worden.

Schwerpunkte des Warnstreiks waren neben München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg mehrere mittelgroße Städte. Dazu zählten Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt. Einschränkungen gab es auch in Bayreuth, Schwabach und in Ingolstadt. S-Bahnen und Nahverkehrszüge waren von dem bis in den frühen Dienstagmorgen andauernden Warnstreik nicht betroffen, da sie nicht von den Kommunen betrieben werden. 

Weitere Warnstreiks möglich

Der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter Sinan Öztürk stellte für die kommenden Tage weitere Aktionen in Aussicht: Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 13. Februar sei «mit weiteren Warnstreiks zu rechnen». «Wann und wie lange, geben wir mit angemessener Vorlaufzeit bekannt.» Der Tarifvertrag Nahverkehr gilt laut Verdi für etwa 20 Unternehmen mit 9.000 Beschäftigten. Darüber hinaus stehen neue Warnstreiks auch im öffentlichen Dienst bevor.

Für die laufende Tarifrunde im bayerischen Nahverkehr fordert die Gewerkschaft 668,75 Euro mehr Gehalt, eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit und eine Verlängerung der Mindestruhezeit auf elf Stunden. Die bayerischen Städte weisen das als zu teuer zurück. Nach Berechnungen des Kommunalen Arbeitgeberverbands Bayern entsprächen 668,75 Euro mehr im Schnitt aller Tarifgruppen einer Gehaltserhöhung um knapp 17 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:260203-930-634066/1