"Kirchen-Mitnutzung" in Nürnberg: Studenten entwerfen Pläne für Melanchthon- und St. Andreaskirche
Immer mehr Kirchen in Bayern stehen vor einer Herausforderung: Sie sind zu groß für die klassischen Gottesdienste. Architektur-Studenten der TH Nürnberg haben kreative Konzepte für die Melanchthonkirche und die Kirche St. Andreas entwickelt. Welche neuen Nutzungsideen entstanden sind, lest ihr hier.
Immer mehr Kirchen in Bayern suchen nach neuen Konzepten: Die Kirchen sind groß, doch es kommen immer weniger Gläubige in die Gottesdienste. Erste Kirchen sind schon entweiht worden. In Nürnberg haben sich Studenten Gedanken gemacht, welche Alternativen es gibt. Beispielhaft für die Melanchthonkirche und die Kirche St. Andreas haben sie innovative Ideen zur Kirchen-Mitnutzung entwickelt.
Studenten entwickeln kreative Nutzungskonzepte
Rund 60 angehende Architekten haben im Rahmen ihrer Bachelorarbeit die beiden Kirchengebäude analysiert und konkrete Pläne für eine zusätzliche Nutzung erstellt. Ziel ist es, die Kirchen weiterhin als Raum für Gottesdienste zu erhalten und gleichzeitig neue Angebote zu schaffen.
Vielfältige Ideen: Von Markthalle bis Theaterraum
Die Entwürfe der Studierenden reichen von einer Markthalle in einem Teil der Kirche über Flächen für Sport, eine Theaterbühne bis hin zu einer Bibliothek. Auch ein flexibles Vorhangschienensystem für variable Raumgrößen und ein Pavillon im Außenbereich gehören zu einigen Entwürfen. Es sind viele kreative Ideen entstanden, die nicht nur für Kirchen hier in Nürnberg sondern ganz Bayern interessant sind.
Ausstellungen und Diskussionen in den Gemeinden
Die Entwürfe werden im Herbst in den beiden Nürnberger Kirchengemeinden ausgestellt. Für die Gemeinden bieten sie eine Diskussionsgrundlage, wie die Kirchen auch in Zukunft ein lebendiger Teil des Stadtteils bleiben können - auch wenn die Zahl der Gottesdienstbesucher sinkt. Kirchen öffnen statt dichtzumachen ist das Motto.