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Nürnberg schockt Hannover - 96er verpassen den Aufstieg

Der 1. FC Nürnberg lässt sich am letzten Spieltag nicht hängen. Das 3:3 beendet die Aufstiegsträume von Hannover 96. Trainer Miroslav Klose fühlt mit.

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Hannover 96 - 1. FC Nürnberg Swen Pförtner/dpa

Hannover (dpa) - Dieses torreiche Remis machte nur dem 1. FC Nürnberg Spaß. Der «Club» hat die Aufstiegspläne von Hannover 96 durchkreuzt. Die Niedersachsen verpassten durch das 3:3 (2:1) den Bundesliga-Aufstieg und sogar die Teilnahme an den beiden Relegationsspielen. Am letzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga konnte der bisherige Tabellendritte eine 3:2-Führung nicht ins Ziel bringen. «Ich kann mir vorstellen, wie sich die Leute hier fühlen. Aber sie müssen es im nächsten Jahr wieder versuchen», sagte FCN-Trainer Miroslav Klose.

Statt die SV Elversberg noch von Platz zwei zu verdrängen, fielen die 96er in der Abschlusstabelle sogar noch hinter den SC Paderborn auf Rang vier zurück. Ein Lucky Punch der Gastgeber in der Schlussphase blieb aus. «Es war ein offener Schlagabtausch. Das Spiel kann in beide Richtung gehen», sagte Gäste-Mittelfeldspieler Julian Justvan. «Am Ende ist das Unentschieden ein gerechtes Ergebnis.» 

Aber eines, das Hannover wehtut. Luka Lotschoschwili traf für die Nürnberger in der 83. Minute noch zum Ausgleich. Die Franken verabschiedeten sich damit achtbar aus der Saison.

Ex-Kanzler im Stadion

49.000 Zuschauer und der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder auf der Tribüne erlebten von Beginn an einen turbulenten Nachmittag. Beide 96-Konkurrenten Elversberg und Paderborn gingen früh in Führung und auch die Nürnberger trafen durch Mohamed Ali Zoma in der 25. Minute zum 0:1.

Hannover drehte diesen Rückstand noch vor der Pause durch Tore von Kolja Oudenne (30.) und Waniss Taibi (45.). Nach dem nächsten Rückschlag durch das 2:2 von Zoma (47.) dauerte es nur vier Minuten, bis 96 erneut in Führung ging: Nürnbergs Lotschoschwili unterlief im Getümmel ein Eigentor (51.).

Nürnberg drängt am Ende

Trotz der lautstarken Unterstützung in der ausverkauften Heinz von Heiden Arena tat sich Hannover schwer. Zum einen waren die spielstarken Nürnberger immer wieder gefährlich. Zum anderen vergaben die Gastgeber selbst mehrere Großchancen.

Allein der Japaner Daisuke Yokota scheiterte zweimal am starken FCN-Torwart Jan Reichert (17./41.). Ein Handelfmeter für Hannover wurde nach Einsatz des Videobeweises wieder zurückgenommen (45.+4).

Nach dem 3:2 machten die Gastgeber den Fehler, sich zu weit zurückzuziehen. Zwar hatte Mustapha Bundu noch zwei gute Kontermöglichkeiten zum 4:2 (58./75.). Doch die meiste Zeit drängten die Nürnberger auf den Ausgleich. Lotschoschwili (55.) und Zoma (83.) waren bereits kurz davor. Kurz vor Schluss zerstörte der Georgier alle 96-Träume.

© dpa-infocom, dpa:260517-930-92206/1