Polizei setzt sich für Artenschutz ein
Nicht nur vergiftete Greifvögel beschäftigen die Polizei in Ostbayern. Die Beamten gehen gezielt gegen Wildtierkriminalität vor. Dabei setzen sie auch auf die feinen Nasen von Diensthunden.
Ursensollen-Waldhaus (dpa/lby) - Zum Schutz von Wildtieren und Umwelt geht die Polizei in der Oberpfalz und in Niederbayern auf Patrouille. Bis in den Herbst hinein suchen Beamte bei Streifengängen nach illegalen Fallen und nach Giftködern sowie nach verletzten oder getöteten Tieren. In Ursensollen-Waldhaus nahe Amberg stellt die Polizei am Dienstag (10.00 Uhr) ihre Arbeit für den Artenschutz vor. Auch ein Diensthundeführer ist dabei.
Die Polizei beteiligt sich wie auch die Naturschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) an dem EU-geförderten Projekt «wildLIFEcrime» zur Bekämpfung von Naturschutzkriminalität in Deutschland und Österreich. Denn trotz strenger Verbote registrieren Behörden immer wieder Straftaten gegen Wildtiere, auch gegen besonders geschützte Arten wie Wolf, Luchs, Biber und Greifvögel.
Neben den Kontrollen an Wäldern, Wiesen und Wanderwegen setzen die Beamten auch auf das Gespräch mit Spaziergängern. Wer etwas Verdächtiges entdeckt – ein totes Tier, einen Köder oder eine versteckte Falle –, solle dies der Polizei melden.
Ermittlungen wegen toter Greifvögel
Im Juli 2025 waren im niederbayerischen Simbach bei Landau 17 tote Vögel entdeckt worden, darunter streng geschützte wie Greifvögel Rotmilane, Schwarzmilane und Mäusebussarde. Laut Polizei bestand der Verdacht, dass die Tiere mit dem Gift Carbofuran versetzte Köder gefressen hatten und daran starben. Die Staatsanwaltschaft Deggendorf ermittelt in dem Fall.