Regensburger Teddyklinik: Kinder helfen ihren Kuscheltieren und verlieren die Angst vor Ärzten
In der Teddyklinik in Regensburg erleben Kinder mit ihren kranken Kuscheltieren, dass Ärzte und Behandlungen gar nicht so schlimm sein müssen. Medizinstudierende binden sie als Teddyeltern in jede Untersuchung mit ein. Was euch dort erwartet und wann der Familientag stattfindet, lest ihr hier.
In der Teddyklinik in Regensburg erleben Vorschulkinder ganz spielerisch, was bei medizinischen Untersuchungen und Behandlungen passiert. So können sie Ärzte und Klinikalltag aus einer neuen Perspektive kennenlernen und Ängste nach und nach abbauen. Denn sie sind als Teddyeltern mit ihren kranken Kuscheltieren da.
Wie die Teddyklinik in Regensburg funktioniert
Im Garten der Klinik St. Hedwig in Regensburg haben Medizinstudierende weiße Zelte aufgebaut. Auf den Zelten steht zum Beispiel Patientenannahme, Wartezimmer, OP oder Behandlungszimmer. Drinnen sitzen die Kinder mit ihren kranken Kuscheltieren – vom Stoffkrokodil über Dinos und Teddys bis zur Puppe – und lassen sie von „Teddydocs“ in weißen Kitteln untersuchen und behandeln.
Die Kinder schlüpfen dabei in die Rolle von Teddymama oder Teddypapa. Sie sind also selbst die „Teddyeltern“ und werden in jede Untersuchung einbezogen. So können sie beobachten, was die Teddydocs machen, Fragen stellen und gemeinsam entscheiden, welche Behandlung ihr Kuscheltier bekommt. Der Arztbesuch wird dadurch aus einem neuen Blickwinkel erlebt.
Ziel: Ängste vor Ärzten spielerisch abbauen
Viele Kinder verbinden mit einem Arztbesuch vor allem die Spritze bei der Impfung, das Brennen bei der Wundversorgung oder unbekannte Geräte, mit denen Ärztinnen und Ärzte arbeiten. Solche Erlebnisse können sich im Gedächtnis festsetzen und dafür sorgen, dass Arzttermine als etwas Bedrohliches wahrgenommen werden.
Genau hier setzt die Teddyklinik an: Medizinstudierende und engagierte Helferinnen und Helfer aus anderen Fachbereichen – etwa aus der Zahnmedizin, der Molekularen Medizin, der Pharmazie und der Pflege – wollen Kindern das Thema Krankheit, Krankenhaus und Ärzte spielerisch näherbringen. Indem die Kinder als Teddyeltern aktiv mitmachen, können sie die Situation besser einordnen, lernen mit Behandlungen umzugehen und ihre Ängste schrittweise abbauen.
Drei Tage Teddyklinik im Garten von St. Hedwig
Die Teddyklinik ist an drei Tagen im Patientengarten der Klinik St. Hedwig in Regensburg geöffnet. Donnerstag und Freitag sind für vorangemeldete Kindergärten reserviert. Am Samstag ist Familientag, da kann jedes Kind vorbeikommen. Wichtig ist, dass die Kinder ihre Kuscheltiere mitbringen. Die Kinder sehen, wie die Teddydocs ihre Kuscheltiere untersucht, verbunden oder „operiert“ werden, und erleben, dass Ärztinnen und Ärzte helfen wollen, wenn jemand krank oder verletzt ist. So baut sich Vertrauen auf – ein wichtiger Schritt, damit spätere echte Arztbesuche weniger belastend sind.
Familientag am Samstag ohne Anmeldung
Am Samstag, den 09. Mai 2026, findet der große Familientag der Teddyklinik statt. Dann können alle interessierten Familien ohne Anmeldung vorbeikommen, von 9 - 15 Uhr. Die Teddyklinik findet ihr im Patientengarten an der Klinik St. Hedwig, Steinmetzstr. 86 in Regensburg.