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Schleuse am Main-Donau-Kanal in Nürnberg wieder passierbar

Ein Ölfilm bremste zum Wochenauftakt den Schiffsverkehr auf dem Main-Donau-Kanal. Nun sollen die Schiffe wieder die wichtige Wasserstraße passieren können.

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Schiff verliert Hydrauliköl in Main-Donau-Kanal Daniel Löb/dpa

Nürnberg (dpa/lby) - Nach einer unfreiwilligen stundenlangen Sperrung der Schleuse Eibach am Main-Donau-Kanal in Nürnberg wegen eines Ölfilms im Wasser kann der Schiffsverkehr ab Dienstagmorgen wieder normal fahren. Von 6.00 Uhr an werde die Schleuse wieder ihre Arbeit aufnehmen, sagte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Donau MDK der Deutschen Presse-Agentur in München. Zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr war der Schiffsverkehr witterungsbedingt wegen des Eises ohnehin eingestellt.

Technischer Defekt verursachte Sperrung der Schleuse

Am Montag hatte ein Ölfilm den Schiffsverkehr an der Schleuse Eibach vorübergehend lahmgelegt. Das Öl hatte ein Frachtschiff vermutlich wegen eines technischen Defekts verloren. «Es war vermutlich Hydrauliköl, das an einer Buchse an der Antriebswelle ausgetreten ist», sagte der Sprecher. Da dieses nur bei der Fahrt austrete, bestehe derzeit keine Gefahr mehr. Der Schaden müsse nun behoben werden. Das betroffene Schiff machte demnach zunächst hinter der Schleuse fest.

Spezialfirma musste Öl stundenlang aus Schleuse abpumpen

Eine Spezialfirma pumpte in der Folge über mehrere Stunden bis zum Abend das Öl aus der Schleuse ab. Am Montagabend hatte dann ein Gutachter den Erfolg der Maßnahme geprüft, der Schiffsverkehr konnte jedoch nicht mehr sofort stattfinden, da ab 20.00 Uhr keine Eisbrecher mehr im Einsatz waren und deswegen auch keine Durchfahrten möglich waren. Einige Schiffe mussten deshalb notgedrungen warten. 

Wichtiger Wasserweg zwischen Rhein, Main und Donau

Der etwa 170 Kilometer lange Main-Donau-Kanal verbindet den Main bei Bamberg mit der Donau bei Kelheim. Die wichtige Wasserstraße verknüpft die Flusssysteme von Donau und Rhein und schafft damit eine schiffbare Verbindung vom Schwarzen Meer bis zur Nordsee.

© dpa-infocom, dpa:260210-930-665131/1