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Schulstreik gegen Wehrdienst: Am 5. März protestieren Schüler in Bayern gegen das neue Wehrdienstgesetz

Am 5. März werden in Deutschland zahlreiche Schülerinnen und Schüler zu Schulstreiks gegen den Wehrdienst erwartet. Hintergrund ist das neue Wehrdienstgesetz, das seit Anfang des Jahres gilt. Was hinter den Protesten steckt und wie die Reaktionen ausfallen, lest ihr hier.

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Schulstreik gegen Wehrpflicht Foto: Instagram @schulstreikgegenwehrpflicht

Am 5. März steht Bayern im Zeichen des Protests: Schülerinnen und Schüler wollen mit einem Schulstreik gegen Wehrpflicht ein Zeichen setzen. Hintergrund ist das seit Anfang 2026 geltende Wehrdienstgesetz, das bundesweit für Diskussionen sorgt. Die Schüler setzen sich für Frieden, Selbstbestimmung und bessere Zukunftsperspektiven ein.

Protestaktion: Leere Klassenzimmer erwartet

Bereits am Tag der Gesetzesverabschiedung am 5. Dezember 2025 gingen mehr als 40.000 Schülerinnen und Schüler in über 80 Städten auf die Straße. In vielen Schulen blieben die Klassenzimmer leer. Die Jugendlichen wollen ein Zeichen gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht setzen, gegen die „Militarisierung der Gesellschaft“ protestieren und ein klares Signal an die Politik senden. Sie fordern stattdessen gute Bildung und echte Zukunftschancen. Viele berichten von Druck durch Schulen und Behörden, doch sie lassen sich nicht einschüchtern. Unterstützt werden sie dabei auch von Eltern, Lehrkräften und Organisationen wie der GEW.

Hintergrund: Das neue Wehrdienstgesetz

Das neue Wehrdienstgesetz verpflichtet seit Anfang 2026 alle 18-Jährigen, einen Fragebogen zur Wehrdienstbereitschaft und Tauglichkeit auszufüllen. Für Männer ist das Ausfüllen Pflicht, ab 2027 folgt zudem eine verpflichtende Musterung. Viele Jugendliche sehen darin einen Schritt zurück zur klassischen Wehrpflicht und kritisieren den staatlichen Zwangsdienst als Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit.

Argumente der Streikenden: Grundrechte und Selbstbestimmung

Die Protestierenden berufen sich auf Artikel 4 des Grundgesetzes und lehnen jeden Dienst an der Waffe ab. Sie fordern stattdessen mehr Investitionen in das Bildungssystem und eine stärkere Förderung von Friedensbildung an Schulen. Die Phase ab 18 Jahren sei entscheidend für die Persönlichkeitsentwicklung und dürfe nicht durch „Drill und Gehorsam“ unterbrochen werden.

Schulstreik von lokalen Initiativen getragen

Der bundesweite Schulstreik wird von lokalen Initiativen, Streikkomitees und Schülervertretungen organisiert. Sie bereiten Demonstrationen vor, gestalten Plakate und mobilisieren Mitschülerinnen und Mitschüler. Der Aktionstag zeigt, wie groß der Widerstand gegen das Gesetz ist.

Reaktionen: Zwischen Solidarität und Sanktionen

Der geplante Schulstreik sorgt für politische und rechtliche Diskussionen. Während Lehrerverbände und Bildungsministerien vor möglichen Sanktionen bei unentschuldigtem Fehlen warnen, zeigen sich Gewerkschaften wie die GEW solidarisch mit dem Engagement der Jugendlichen. Ob der Protest die gewünschte Wirkung auf die Bundespolitik hat, bleibt abzuwarten.

Städte in Bayern mit Schulstreiks am 5. März 2026:

  • Augsburg Königsplatz, 9:00 Uhr
  • Bamberg Neues Rathaus am ZOB, 11:30 Uhr
  • Bayreuth Stadtparkett, 10:00 Uhr
  • Erlangen Hugenottenplatz, 12:00 Uhr
  • Hof Marienkirche, 11:30 Uhr
  • Ingolstadt Münstervorplatz, 13:30 Uhr
  • Kempten Hildegardplatz, 13:30 Uhr
  • Landshut FOS, 10:30 Uhr
  • München Ostbahnhof, 10:00 Uhr
  • Nürnberg Kornmarkt, 8:30 Uhr
  • Regensburg Goethe-Gymnasium, 11:15 Uhr
  • Straubing Vor dem Turmair Gymnasium, 11:00 Uhr
  • Würzburg QR-Code-Platz, 8:30 Uhr

In diesen Städten wollen sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler an den Protesten beteiligen und für Frieden, Selbstbestimmung und bessere Zukunftsperspektiven auf die Straße gehen. Die Aktionen werden von lokalen Initiativen und Schülervertretungen organisiert.

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