Truppenabzugsdrohungen von US-Präsident Trump: Bürgermeister in der Oberpfalz reagieren noch gelassen
US-Präsident Trump denkt aktuell wieder über einen Abzug amerikanischer Soldaten aus Deutschland nach. Ob auch die Truppen in Bayern betroffen sind, ist noch unklar. In der Oberpfalz reagieren Bürgermeister und Bevölkerung gelassen – die Region profitiert von Millionen-Investitionen der US-Armee. Alle Informationen dazu lest ihr hier.
Die Truppenabzugsdrohungen von US-Präsident Trump sorgen in der Oberpfalz für Gesprächsstoff. Bürgermeister und Bevölkerung reagieren überraschend ruhig – denn die Region ist eng mit den amerikanischen Soldaten und ihren Familien verbunden.
Bürgermeister in der Oberpfalz bleiben gelassen
Die Bürgermeister von Grafenwöhr und Vilseck glauben, dass sich nicht viel ändern wird. In den letzten Jahren haben die Amerikaner viele Millionen Euro in die Truppenübungsplätze investiert. Aktuell entsteht ein großes Trainingscenter, das sogenannte Operational Readiness Training Complex (ORTC).
Wirtschaftsfaktor US-Truppen
In der Region leben rund 30.000 Amerikaner, darunter Soldaten und ihre Familien. Sie sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Oberpfalz. Dazu funktioniert laut Bürgermeister Edgar Knobloch die Zusammenarbeit zwischen deutschen und amerikanischen Behörden besonders gut. Gerade auch was bauliche Maßnahmen betrifft. Baugenehmigungen gebe es schnell, sicher auch ein Grund, warum die Amerikaner schon so viel Geld in der Region investiert haben, so Knobloch.
Truppenübungsplätze in Grafenwöhr, Hohenfels und Vilseck
Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr ist der größte US-Übungsplatz außerhalb der USA. Hier sind etwa 16.000 Soldaten stationiert, dazu kommen wechselnde Übungstruppen. In Vilseck sind rund 10.000 Soldaten vor Ort. In Grafenwöhr ist die Schießausbildung, in Hohenfels werden Manöver trainiert. Dabei spielen Drohnen eine immer wichtigere Rolle. Auch in den nächsten Tagen ist ein großes Manöver in Grafenwöhr angekündigt, mit großkalibrigen Waffensystemen, Schützenpanzern und Artillerieübungen. Da werden Soldaten der US-Armee, der Bundeswehr, der NATO und weiterer Partnernationen dabei sein.
US-Armee hält sich bedeckt
Von offizieller Seite der US-Armee gibt es aktuell keine Stellungnahme zu der von US-Präsident Trump angekündigten Truppenreduzierung. Eine Antwort aus dem Pentagon steht noch aus.