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US-Gericht kippt Trumps Zölle: Millionen-Rückzahlungen für bayerische Unternehmen – Belastung durch neue Zölle bleibt hoch

Bayerische Unternehmen bekommen aktuell Millionen von den USA zurück – das hat ein Urteil des Supreme Court möglich gemacht. Ein Teil der Zölle aus der Trump-Ära war unrechtmäßig. Warum die Freude trotzdem verhalten bleibt und welche Folgen neue Zölle haben, lest ihr hier.

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US-Präsident Trump - Zölle Mark Schiefelbein/AP/dpa

Bayerische Unternehmen erhalten aktuell Millionen-Rückzahlungen aus den USA. Grund ist ein Urteil des Supreme Court, das einen Teil der von Ex-Präsident Donald Trump eingeführten Zölle für unrechtmäßig erklärt hat. Besonders große Firmen aus dem Freistaat Bayern, die in die USA exportieren, profitieren davon. Doch die Freude in der Wirtschaft hält sich in Grenzen.

Positive Sondereffekte, aber keine breite Entlastung

Laut der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) handelt es sich bei den Rückzahlungen vor allem um Sondereffekte für einzelne, meist größere Unternehmen. Eine spürbare Entlastung für die gesamte bayerische Wirtschaft bleibt aus. Die weiterhin bestehenden sektoralen Zölle – etwa auf Stahl, Aluminium, Autos und Autoteile – belasten die Unternehmen nach wie vor stark.

Es handelt sich in erster Linie um positive Sondereffekte für einzelne, meist größere Unternehmen, nicht um eine breite, spürbare Entlastung für die bayerische Wirtschaft insgesamt.

Bertram Brossardt (Hauotgeschäftsführer vbw)

Rückerstattung ist aufwendig und dauert

Die Rückzahlungen erfolgen nicht automatisch. Unternehmen müssen sie beantragen und oft lange auf die Auszahlung warten. Wie viele Firmen in Bayern tatsächlich profitieren und wie hoch die Gesamtsumme ist, lässt sich aktuell nicht beziffern.

Neue Zölle sorgen für Unsicherheit

Trotz des Urteils bleibt die handelspolitische Lage angespannt. Die USA haben kurz nach dem Urteil neue Zölle eingeführt, die einen Großteil der Einfuhren betreffen. In den nächsten Wochen treten weitere warenspezifische Zölle in Kraft, zum Beispiel auf Arzneimittel und Produkte aus Polysilizium. Für bayerische Unternehmen bedeutet das weiterhin hohe Kosten und unsichere Rahmenbedingungen im US-Geschäft.

Exporte nach USA gehen zurück

Die Zölle wirken sich spürbar auf die bayerischen Exporte aus. Im Jahr 2025 sind die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten um zehn Prozent gesunken, 2026 setzt sich dieser Trend fort. Die Rückerstattung von Zöllen an einzelne Unternehmen kann diesen Rückgang nicht ausgleichen.

USA bleiben wichtigster Exportmarkt

Trotz aller Herausforderungen sind die USA der wichtigste Exportmarkt für die bayerische Wirtschaft. Die Zölle treffen Unternehmen im Freistaat daher besonders hart und beeinflussen die gesamte Wirtschaft in Bayern.