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Rehbrunft in Bayern: Mehr Wildunfälle auf Straßen – So schützt ihr euch und andere Verkehrsteilnehmer in der Paarungszeit der Rehe

In Bayern sind die Rehe aktuell im Liebesrausch – und das sorgt für mehr Wildunfälle auf unseren Straßen. Besonders an Wald- und Feldrändern ist jetzt erhöhte Vorsicht geboten. Wie ihr euch schützt und was im Ernstfall zu tun ist, erfahrt ihr im Artikel.

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Wildunfall Bayern Swen Pförtner/dpa

Aktuell sorgt die Rehbrunft in Bayern für eine erhöhte Gefahr auf den Straßen. Die Paarungszeit der Rehe führt dazu, dass die Tiere häufig und oft überraschend Fahrbahnen überqueren. Das Risiko für Wildunfälle steigt deutlich an – mit teils schweren Folgen für Auto- und Motorradfahrer.

Warum die Rehbrunft so gefährlich ist

Von Mitte Juli bis Anfang August sind die Rehböcke auf Partnersuche. Im Liebesrausch jagen sie den weiblichen Tieren hinterher – oft quer über Straßen und Wege. Dabei achten die Tiere nicht auf den Verkehr und rennen auch tagsüber plötzlich auf die Fahrbahn. Besonders an Wald- und Feldrändern sowie auf neuen Straßen ist die Gefahr groß.

Aktuelle Unfälle in Bayern

In den vergangenen Tagen kam es im Freistaat zu mehreren Wildunfällen. In Prackenbach (Niederbayern) wurde ein Motorradfahrer leicht verletzt, bei Passau und Hofkirchen gab es weitere Zusammenstöße. Besonders tragisch: Bei Perkam im Landkreis Straubing-Bogen ist ein 49-jähriger Rollerfahrer nach einem Zusammenstoß mit einem Reh ums Leben gekommen.

So schützt ihr euch vor Wildunfällen

  • Gefahrenzonen erkennen: Achtet besonders an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern sowie in Wäldern auf Wildwechsel.
  • Geschwindigkeit anpassen: Tempo 80 statt 100 kann den Bremsweg um bis zu 25 Meter verkürzen – das rettet Leben.
  • Auf Nachzügler achten: In der Paarungszeit kommt ein Reh selten allein. Wenn ihr ein Tier seht, rechnet mit weiteren.
  • Richtig reagieren: Bremst kontrolliert, schaltet das Fernlicht aus und hupt, um die Tiere zu vertreiben.

Was tun, wenn es kracht?

  • Sicher bremsen: Ein kontrollierter Zusammenstoß ist besser als riskante Ausweichmanöver. Bremspedal durchdrücken und das Lenkrad gerade halten.
  • Unfallstelle sichern: Warnblinker einschalten, Warnweste anziehen und Warndreieck aufstellen. Ruft sofort die Polizei.
  • Tote Tiere: Wenn möglich, mit Handschuhen an den Straßenrand ziehen.
  • Verletzte oder geflüchtete Tiere: Nicht berühren oder verfolgen. Meldet den Unfall umgehend beim Jagdpächter oder über die 110 bei der Polizei.

Rechtliche Hinweise

Ein Wildunfall mit Schalenwild wie Reh, Hirsch oder Wildschwein muss sofort bei der Polizei oder dem Jagdpächter gemeldet werden. Wer dies versäumt, riskiert ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen das Bayerische Jagdgesetz.

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