Fragebogen zur Bundeswehr Musterung wird verschickt
Ab Mitte Januar erhalten junge Erwachsene Post von der Bundeswehr: Der neue Musterungs-Fragebogen wird an die ersten Volljährigen des Jahrgangs 2008 verschickt. Hier erfahrt ihr, was auf die jungen Erwachsenen zukommt.
Der neue Wehrdienst ist beschlossen. Wer ab jetzt 18 Jahre alt wird, bekommt Post und muss sich fragen: Möchte ich Wehrdienst leisten? Das Wichtigste zum neuen Fragebogen lest ihr hier.
Muss man den Bogen ausfüllen?
Für junge Männer lautet die Antwort klar: Ja. Wer den Fragebogen nicht ausfüllt, wird erinnert. Am Ende droht ein Bußgeld, wenn Männer sich nicht rückmelden. Den Bogen bewusst falsch auszufüllen, ist ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit.
Für Frauen und Personen mit dem Geschlechtseintrag "divers" ist die Beantwortung bisher freiwillig.
Wann werden die Fragebögen versendet?
Ab Mitte Januar verschickt die Bundeswehr Musterungs-Fragebögen an alle jungen Menschen des Jahrgangs 2008, die zu Jahresbeginn volljährig werden. Die Schreiben erreichen die Empfänger per Post etwa Mitte bis Ende Januar.
Hintergrund ist, dass die Bundeswehr erst ab dem 1. Januar die notwendigen Daten von den Meldebehörden abrufen darf. Die Anschreiben sollen künftig regelmäßig, voraussichtlich im wöchentlichen Rhythmus, an frisch Volljährige versendet werden.
So läuft die Befragung ab:
Insgesamt plant die Bundeswehr, rund 650.000 Personen eines Jahrgangs anzuschreiben. Pro Monat werden etwa 54.000 junge Erwachsene kontaktiert.
Verschickt wird ein Brief mit QR-Code. Dieser soll mit einem Smartphone, Tablet oder PC mit Kamera gescannt werden, um den Fragebogen online ausfüllen zu können. Ein Versand der Fragen per Post ist nicht geplant. Der Bogen umfasst 12 Fragen, ihn zu beantworten soll in der Regel nicht länger als 15 Minuten dauern.
Was wird abgefragt?
Die genauen Fragen könnt ihr hier einsehen. Der Fragebogen enthält Fragen zu persönlichen Daten, Bildungsabschlüssen sowie zur Motivation, Eignung und körperlichen Fitness. Auch nach dem Führerschein wird gefragt.
Besonders wichtig: Bei der Abgabe der persönlichen Daten müssen weder E-Mail-Adresse noch Telefonnummer angegeben werden. Nur wer ausdrücklich Interesse am Dienst zeigt, kann freiwillig eine Kontaktmöglichkeit auswählen, um mit der Bundeswehr in Verbindung zu treten.
Wie geht es dann weiter?
Derzeit ist der Wehrdienst freiwillig. Wer im Bogen also angibt, kein Interesse an der Bundeswehr zu haben, der wird auch – Stand jetzt – nicht weiter kontaktiert.
Wie viele Menschen die Bundeswehr gerade am Anfang einladen kann, ist auch bisher nicht ganz klar. Wenn zu viele Menschen Interesse bekunden, dann soll vorsortiert werden.
Wer an der Bundeswehr interessiert ist und körperlich geeignet zu sein scheint, soll dann zur Musterung eingeladen werden. Dafür soll es in Zukunft 38 Musterungszentren in Deutschland geben, die möglichst in Innenstädten liegen. Dort wird dann entschieden, ob die Person Wehrdienst leisten wird.