14.04.2021 | Gesundheit Vorsicht giftig! So unterscheidet ihr Bärlauch von Maiglöckchen

Aktuell ist wieder Bärlauchzeit. Aus dem frischen Grün lassen sich viele tolle Gerichte zaubern, ihr solltet aber achtsam sein. Denn eine kleine Verwechslung kann für euch lebensbedrohlich werden.

  • 1. Der GeruchDer Bärlauch wird auch "Wilder Knoblauch" genannt. Er riecht intensiv nach Knoblauch. Einfach ein Blatt zwischen den Fingern reiben. Riecht dann nichts nach "Knofi" - Finger weg und sofort Hände waschen.

    1. Der Geruch

    Der Bärlauch wird auch "Wilder Knoblauch" genannt. Er riecht intensiv nach Knoblauch. Einfach ein Blatt zwischen den Fingern reiben. Riecht dann nichts nach "Knofi" - Finger weg und sofort Hände waschen.

    Foto: Pixabay
  • 2. Die Blätter: Die Blätter des Bärlauch wachsen einzeln aus dem Boden, während die der Mäiglöckchen paarweise am Stengel wachsen. 

    2. Die Blätter: 

    Die Blätter des Bärlauch wachsen einzeln aus dem Boden, während die der Mäiglöckchen paarweise am Stengel wachsen. 

    Foto: Pixabay
  • 3. Die Farbe der Blätter:Bärlauchblätter sind hellgrün, eher matt und haben einen dünnen Stengel. Die Blätter der Maiglöckchen sind eher dunkelgrün und glänzen auf der Unterseite. 

    3. Die Farbe der Blätter:

    Bärlauchblätter sind hellgrün, eher matt und haben einen dünnen Stengel. Die Blätter der Maiglöckchen sind eher dunkelgrün und glänzen auf der Unterseite. 

    Foto: Pixabay
  • 4. Die Blüten: Die Bärlauch Blüten sind weiß und haben eine sogenannte Sammelblüte. Sie wachsen gerade nach oben. 

    4. Die Blüten: 

    Die Bärlauch Blüten sind weiß und haben eine sogenannte Sammelblüte. Sie wachsen gerade nach oben. 

    Foto: Pixabay
  • Mäiglöckchen haben dagegen mehrere kleine einzelne Blüten, die nach unten wachsen und hängen. 

    Mäiglöckchen haben dagegen mehrere kleine einzelne Blüten, die nach unten wachsen und hängen. 

    Foto: Pixabay

Ob als Marinade beim Grillen, als Pesto zur Pasta oder auch als leckere Suppe - Bärlauch ist ein leckeres Wildgemüse und kommt in vielen Rezepten zum Einsatz. Auch aus gesundheitlichen Aspekten ist Bärlauch zu empfehlen: Er enthält viel Vitamin C und Eisen. Zudem regt Bärlauch die Verdauung an und verbessert die Durchblutung. 

Neben dem Wochenmarkt findet man die 20 bis 30 Zentimeter langen Bärlauchblätter mit dem knoblauchähnlichen Aroma auch in der freien Natur. Beim Sammeln solltet ihr aber sehr vorsichtig sein. Eine kleine Verwechslung kann Vergiftungen hervorrufen, die schlimmstenfalls tödlich enden. 

Giftige Stoffe in ähnlichen Blättern

Bärlauch kann leicht mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt werden. Diese beiden Gewächse haben breit-lanzettlich geformte Blätter in saftigem Grün, beide blühen in der freien Natur gleichzeitig und meist auch am selben Standort. Während Bärlauch genießbar ist, speichern Herbstzeitlose und Maiglöckchen giftige Stoffe in ihren Blättern. 

Schon beim geringen Verzehr von 50 Gramm der Blätter können lebensbedrohliche Vergiftungen hervorgerufen werden. Es treten Symptome wie Erbrechen, Krämpfe, akute Kreislaufbeschwerden und blutiger Durchfall auf.

So unterscheidet ihr den Bärlauch von giftigen Pflanzen
  • Bärlauch hat breite, ovale Blätter. Diese besitzen jeweils nur einen Blattstängel. Die Unterseite der Blätter ist matt.
  • Maiglöckchen haben pro Blattstängel zwei Blätter. Die Unterseite der Blätter glänzt.
  • Herbstzeitlose haben längliche und ovale Blätter. Auch hier wachsen pro Stiel mehrere Blätter. Herbstzeitlose sind eher auf Wiesen zu finden.
  • Ein weiteres typisches Merkmal von Bärlauch ist der Geruch. Zerreibt ihr die Blätter, entsteht ein typischer Knoblauchgeruch.

Achtet also auf die Blätter schon bevor ihr diese in euren Korb legt. Liegen erst einmal alle Blätter zusammen, lassen sich diese noch schwerer unterscheiden.

Foto: Hildenbrand/Wabitsch/dpa Links der Bärlauch - rechts die giftigen Maiglöckchen!

Lust auf Bärlauch bekommen?